2013- RoZy’s Reviews

RoZy’s Reviews | 2014 | 2012

King King – standing in the shadow –
Einst formierten Alan und Stevie die Nimmo Brothers, veröffentlichten unter diesem Namen mehrere sehr gute Blues Rock Platten.
Jetzt hat Alan Nimmo, der Mann mit dem Schottenrock (Kilt), eine neue Formation mit Namen KING KING aus der Taufe gehoben.
„Standing in the Shadow“ so der Titel dieser VÖ von 2013 fängt genau da an, wo er mit den NIMMO Bros. aufgehört hat.
Energie geladener Blues Rock, mal mehr Blues, mal mehr Rock, mal sehr melodisch ( a long history of love oder jealouslyì) , mal mit viel guter alter Hammond Orgel , fantastisch in Szene gesetzt von Bennet Holland, machen die Musik zu einer Klasse für sich aus dem Bereich Blues und Rock.
Und das der gute Alan Nimmo auch noch ziemlich gut Gitarre spielt, versteht sich von selbst. Eine gewisse Nähe zu Gary Moore oder den Thin Lizzy Gitarristen ist nicht zu leugnen.
„Standing in the shadow“ ist keine nervende Blues Platte, sondern einfach nur schön, wie in „what am I supposed to do“.
Und wenn man diese Band dann auch noch live erleben darf, weiss man woher der gute fette Sound kommt. Die Jungs haben soviel Spass an dieser Musik, dass die Begeisterung automatisch von der Bühne ins Publikum übergeht.
Dazu diese Mischung aus guten alten Blues gepaart mit dem einen oder anderen Rocker „more than I can take“ oder „one more time around“ lassen für die Zukunft von KING KING nur hoffen. Unterstützt wurde bei dieser Platte Alan Nimmo von Lindsay Coulsen am Bass, Wayne Proctor an den Drums und der schon erwähnte Bennet Holland an den Keys.
Dabei herausgekommen sind 10 wunderschöne Nummern, die einen gewissen „dauerhaft“ Effekt haben und auch noch in 5 Jahren großartig klingen
Eine dicke Kaufempfehlung.
9.0 P von 10


LITTLE RIVER BAND –cuts like a diamond –
Auf die Streitigkeiten ehemaliger Mitglieder der LRB und dem jetzigen Rechteinhaber will ich mal nicht länger eingehen. Tatsache ist, dies ist ein richtig gutes Album.
Wer die Litlle River Band kennt und mag, macht mit dieser CD wahrlich nichts falsch.
„Cuts like a diamond“ bietet den genialen mehrstimmigen Gesang, sowie die tollen Gitarren Soli bzw. Rhythmus Arbeit einer Little River Band.
Das die drei ursprünglichen Mitglieder Beeb Birtles,Glenn Shorrock und Graham Goble fehlen, fällt nicht weiter auf.
Midtempo Nummer, wechseln ab mit Balladen, um dann auch mal wieder gut und druckvoll zu rocken.
Klar, dies ist 80 iger Mucke der US Westküste und ähnlich wie die Doobie Bros, Steely Dan oder (als deutsche Verteter) Lake spielen die heutigen Little River Band Mitglieder genau noch so, eben nur viel besser, als es 1980 der Fall war.
Wer seinen Musikgeschmack in etwa in diese Richtung bewegt, der wird von der Little River Band – cuts like a diamond – begeistert sein, zumal Sound – und Produktionstechnisch, hier auf aller höchstem Niveau gearbeitet wurde.
8,5 von 10 P


Trampled Under Foot – Badlands
Der Vorgänger Wrong Side of The Blues ist schon einsame Klasse. Jetzt aber haben sich TUF selbst ein Denkmal gesetzt. Und zwar im Blues Olymp. Badlands heißt die VÖ von 2014. Was TUF hier auf den Silberling gepresst haben, zieht einem die Schuhe aus. Blues in seiner allerbesten Art und Weise. Man hört förmlich die Schweißtropfen auf den Boden fallen, wenn Frau Schnebelen vom Bad bad feeling oder It’s a man’s world intoniert. Gesanglich nahe an Aretha Franklin, wird Ihre Stimme perfekt von Ihren beiden Brüdern an Gitarre, Orgel und Schlagzeug unterstützt. Neben den perfekten Gesangseinlagen von Sister Daniell muss man auch ihr fantastisches Bassspiel erwähnen, sowie die meisterhaften Gitarreneinlagen von Mastermind Nick Schnebelen oder das großartige Orgelspiel von Mike Finnigan. So blues-rockt sich Trampled Under Foot durch 13 hochklassige Stücke, von denen man hoffentlich noch mehr hört Badlands ein Album der Extraklasse , wenn nicht d a s Blues-Album des Jahres.
8,5 P von 10


Pride of the South – Allstar tribute to Lynyrd Skynyrd
Für alle Fans des Southern Rock und solche, die es werden wollen. Wer schon immer wissen wollte, was dieser Begriff besagt, sollte sich diesen Sampler zulegen. Hier wird den frühen Lynyrd Skynyrd Tribut gezollt, die wohl den Begriff des Southern Rock erst geprägt haben. Insgesamt 13 Lynyrd Klassiker werden hier von Freunden und ex-Band Mitgliedern zum Besten gegeben. Ob die Outlaws mit Sweet Home Alabama, A.Pyle und Ed King mit Double Trouble, oder Canned Heat mit That Smell, es grooved und bluesed aus allenSouthern Rock Ecken. Ganz stark die Atlanta Rhythm Section mit Call me the breeze, Saturday Night Special mit Great White oder auch Gimme Three Steps von Walter Trout. Sehr interessant auch Simple Man von Jason McMaster, Swamp Music von Sky Saxon oder das unvermeidliche Free Bird von Molly Hatchet und Charlie Daniels. Sehr schöner Sampler zum Kennenlernen dieser Musikrichtung, sehr schöner, ausgewogener Sound und manchmal sogar tolle Interpretationen alter Schinken, die nichts von Ihrer Faszination verloren haben. Dicke Empfehlung !
8,5 von 10 P

southern-friends


The Beau Brummels – Continuum
Schon seit Mitte der 60iger Jahre geistern die Beau Brummels mit Ihrem netten Folk-Pop Rock durch die Musik Geschichte. Einst als Alternative zu den Beatles oder Beach Boys hoch stilisiert, hat die San Francisco Band aber nie den Status als Geheimtip verloren. Erst als ihr vorzüglicher Gitarrist John Cippolina zu Quicksilver Messenger Service wechselte, wurde man auf die Band aufmerksam. Doch da war es schon zu spät. Die Zeit der Brummels war bereits abgelaufen. Dafür wurden Ihre Platten um so mehr zu Objekten der Begierde unter Platten- und Vinyl Sammlern.
Nun gibt es eine neue Veröffentlichung nach fast 48 Jahren. Auf insgesamt 18 Stücken werfen die Beau Brummels Ihren feinen Folk Pop noch einmal in die Waagschale des Musik Biz. Mit Ron Elliot und Sal Valentino sind sogar zwei der Ur-Brummels an Board. Und Sal Valentino singt wie eh und je sensationell. Es gibt kaum einen Sänger der soviel Gefühl und Leid in der Stimme hat. Aber auch der wunderbare Satzgesang den, die Band auszeichnete, kommt nie zu kurz. Mag sein, mancher wird es als nichtssagenden Mainstream abtun. Aber damit täte man den Beau Brummels unrecht. Ohne diese Band wären die Byrds, Buffalo Springfield oder Crosby, Stills, Nash und Young nie so erfolgreich geworden.
Heute bewegen sich die Brummels im Folk Pop Bereich, immer noch mit feinen Melodien, relativ kurzen Stücken einer guten Produktion und einem sehr schönen Booklet zur Geschichte der Band. Etwas befremdlich ist die Frauen Stimme bzw. der Chor in einigen Stücken, wenn man eigentlich die unverkennbare Stimme von Sal Valentino oder Ron Elliot erwarten würde. Mit Fantasy, laugh,laugh und big foot wurden sogar einige der alten Hits grandios neu aufgelegt.
Für Freunde der ruhigen Musik sehr zu empfehlen und allemal 10 x mehr Underground als Kuschelrock o.ä.
7,5 von 10 P


Sharon Jones & The DAP Kings – give the people what they want –
Diese Plattenveröffentlichung von 2014 muss man als Retro – Soul bezeichnen. Selten klangen Sharon Jones und Ihre Dap Kings so nach Motown wie auf diesen Aufnahmen.
Nach Genesung von einer Krebsbehandlung haut uns Frau Jones erneut ihre Soultown Stimme um die Ohren daß es nur so kracht.
10 Soul Stücke aus oben genannter Zeit im modernen Gewand verwandeln jede Musikanlage zur Disko.
Aber auch der einzelne Zuhörer kommt auf seine Kosten. Ob „retreat, stranger to my happiness, we get along“ allesamt im Retro Soul der sixties. „You’ll be lonely“ ruhiger dafür wunderschön . Kurzum „gute Laune“ Musik von Anfang bis Ende.
Die Band grooved, moved und bläst uns in eine Zeit als die Temptations,Supremes,Crystals, The Bar-Keys oder Cameo und ähnliche Namen angesagt waren. „get up and get out“ schon fast süchtig machende Melodie, die Sonnenstrahlen in die Herzen pumt, die Finger mit schnipsend lässt und man ein enttäuscht ist, wenn der Song ausläuft.
„Long time, wrong time“ Gitarre, Bass und diese Stimme am Anfang wollen mehr davon. Dann setzten die Bläser ein und … so’n Mist schon zu Ende.
Das wirklich einzige Manko dieser Plattenveröffentlichung sind die kurzen Stücke. Alle so zwischen 2:20 und knappen 4 Min.
Grandioser Soul , old school, begnadete Stimmen, tolle Arrangements schöne Melodien, Klasse Band, was will man mehr.
Die letzte Nummer auf meiner Version der Platte heißt „slow down love“. Genau das ist es was man eigentlich nicht will.
8.5 von 10 P


LOS LONELY BOYS – revelation –
Eine meiner absoluten Lieblingsbands, die hier leider noch kaum zur Kenntnis genommen werden, haben 2013 ein neues Album auf den Markt geworfen. Revelation !
Die 3 Garza Brüder veröffentlichen hier mindestens ihr 10.Album (diverse Best of’s und Compilations nicht mitgerechnet) und präsentieren uns 12 wunderschöne Pop-Rock Perlen der amerikanischen Westküste.
Ihr Mix aus Eagles und Santana Musik mit Anklängen an die Doobie Bros. oder Steely Dan läd ein, mit den Fingern zu schnippen oder mit zu pfeifen.
Ob „blame it on love. give a little more“ oder das herausragende „it’s just my heart talking“ die Jungens haben einfach das Zeug wunderschöne Melodien und Harmonien zusammenzufügen und gekonnt vorzutragen. Dabei besticht ihr oft mehrstimmiger
Gesang, der zuweilen an die Beach Boys erinnert.
Fast alle Songs hätten das Zeug zu Hitparaden Stürmern, selbst die stilleren Nummern wie „su sensual“ oder“familia“ haben ihre Reize.
Eine Platte für Männlein wie Weiblein gleichermaßen, abseits von
jeglicher Kuschelrock Romantik. Aufgewertet wird die ohnehin schon großartige Instrumentierung durch einen dezent eingesetzten Bläsersatz, so dass man ohne zu übertreiben von einem musikalischen Volltreffer sprechen kann.
Wer die Musik der amerikanischen West Küste mag liegt mit den LOS LONELY BOYS und Revelation goldrichtig.
9 von 10 P (von mir, da Fan der ersten Stunde)


Starship (fest.Mickey Thomas) – loveless fascination –
Jefferson Airplane wurden zu Jefferson Starship und später blieb nur das Starship übrig und dieser alte Dino aus den Anfangstagen der Hippie Bewegung kam nun 2013 mit einem neuen Album ???!!! „loveless fascination“ betitelt also „lieblose Faszination“ mal grob übersetzt.
Irgendwann in den späten 70 igern vollzog sich ein gewisser Wandel dieser Band. Von der einstigen Hippiemusik hin zu Melodic Rock – AOR in Reinkultur mit einem der tollsten Sänger – Mickey Thomas – jenseits des Atlantik.
Dieser ist auch heute der einzige Überlebende der 80iger Starship Besetzung.
Allerdings wurde Jeff Pilson (ex Dokken, ex Lynch Mob) als Songschreiber, Musiker und Produzent mit ins Starship genommen.
Entstanden ist eine VÖ von 80iger Jahre Rock der Marke Foreigner,Saga,Styx etc: die durchaus ihre Reize hat und Mr.Thomas singt wie eh und je grandios.
Fast alle Nummern wären vor 30 Jahren zu Top Hits geworden, heute fällt eine Klassifizierung schwierig. Man muss diese Art des AOR Rock mögen, durchaus tolle Gitarren, eingebettet in großartigen Keyboards und untermauert von einer tollen Rhythmusgruppe. Dokken und Co. wären stolz gewesen so etwas in die Rillen gepresst zu haben, ähh auf Silberlingen verewigt , ähh auf Speichermedien
verewigt zu haben. Leider gute 30 Jahre zu spät.
7 P von 10


Caravan – paradise filter
In letzter Zeit war es ja etwas ruhig geworden was Neuveröffentlichungen von Caravan betraf. Zwar tourten die Canterbury’s Urgesteine 2012 durch Deutschland und lieferten tolle Konzerte z.B. auf dem Burg Herzberg Festival ab, doch ansonsten hörte man nicht viel von den Mannen um Pye Hastings und Geoff Richardson. Um so erstaunlicher nun, diese brandneue CD mit dem Titel – paradise filter . 10 neue Stücke, 9 davon aus der Feder von Mr. Hastings 1 wurde von Geoff Richardson mit Keyboarder Jan Scheelhaas geschrieben.
Tja, was bekommen wir denn zu hören ?
Nun typischen Caravan Sound erweitert um tolle Keyboards, den typischen sehr schönen mehr stimmigen Gesang wie auf „this could all be mine, I’m on my way oder fingers in the till“, classic Rock eben der allerbesten Sorte. „This is what we are“ hat allerbeste Aussichten zu einem der Klassiker dieser Band zu werden. Grandiose Bassläufe fantastischer Gesang und mehrstimmige Gitarren und die Keyboards machen diese Nummer aus. Ähnlich toll die Nummer „Dead men walking“ Das Ding hat durchaus Potenzial ähnlich groß zu werden wie „In the Land of Grey and Pink“ oder „for girls who grow plump…“ Einzig die Tatsache, dass heute kaum noch jemand solche
Klasse Bands kennt, könnte Caravan zum Verhängnis werden. Aber da hoffen wir mal auf die eingeschworene Fangemeinde, denn tolle Musik macht die Band immer noch. Alle Stücke sind zwischen 4.06min und 6.14 min lang und damit abseits vom alltäglichen. Neben Hastings, Richardson und Scheelhaas spielen noch Jim Lewerton (bass) und Mark Walker (drums)
8 v.10 P


Michael Lee Firkins – yep
Zur Zeit erleben der Blues und die Slide Gitarre eine neue Blütezeit. Musiker wie Lance Lopez, Eric Sardinas und nun auch Micheal Lee Firkins stöbern in diesen Gefilden.
Doch nur auf den Blues mit Slidegitarre reduziert zu werden, damit täte man Micheal Lee Firkins mehr als Unrecht. Mit – yep – hat er eine sensationelle Blues Rock Platte auf den Markt gebracht, die ebenso in Southern Rock Gefilden wie auch im Rock „wildert“. Mit einer sagenhaften Band (ex Gov’t Mule) plus Chuck Levell am Keyboard strömen hier 11 Blues, Rock und Southern Rock Stücke aus den Boxen, die es in sich haben. Ein wenig Lynyrd Skynyrd, etwas mehr Gov’t Mule und ganz viel Micheal Lee Firkins machen diesen Release vielleicht zu der Blues Rock Platte 2013. Ob „Golden Oldie Jam, Cajun Boogie, No more angry Man“ der „Sumpf“ (im positivsten Sinne) lässt grüßen. Dazwischen immer wieder harte Gitarreneinsätze, durchtränkt mit kernigen Hammondorgeln machen
einfach nur Spass beim zuhören. Mit „Standing Ovation“ – die kann man ruhigen Gewissens vergeben – wird es dann etwas lockerer, aber keinesfalls schlechter. Was Andy Hess, drums Matts Abt hier auf dem Bass und MLF auf den Gitarren spielen, ist kurz um, einfach nur Klasse. Swamp Rock pur, aufsteigender Nebel, Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit werden dem Hörer in einer Art vermittelt, dass man davon gar nicht genug bekommen kann.
„Long Day“ eher ruhiger, hätte auch jeder Lynyrd Skynyrd gut zu Gesicht gestanden. Selbst der Gesang von MLF passt wie die Faust aufs Auge.
Wer auf Blues Rock steht, wer den Southern Rock mag, wer die Lebensweise der Swamp Bewohner versteht, der liegt mit dieser CD und den noch folgenden 6 Stücken dieser tollen Platte genau richtig.
9 von 10 Punkten


Nick Cave and the Bad Seeds -push the sky away-
Düster , bedrohlich, und zerbrechlich aber auch charismatisch, melancholisch und voller Melodien. Die Musik von Nick Cave im Jahr 2013 ist keine leicht verdauliche Kost. Mainstream schon gar nicht. Alle 9 Stücke liegen irgendwo zwischen den Doors, Velvet Underground, Iggy Pop und frühen Pink Floyd (zu Zeiten „carefull with that axe eugene) nur noch stiller und immer noch etwas näher am Suizid des Geistes.
Ich will auf einzelne Stücke gar nicht eingehen, da sie sich sehr ähneln. Ihr bekommt ca: 43 min volle Breitseite düsterer Liebessongs mit wunderschönen Melodien.
Der Geist, die Sinne und das Gewissen durchlaufen einen Hawaii Triathlon in die Hölle mit all seiner Quälerei aber auch dem unglaublichen Gefühl, ich habe durchgehalten.
Ich für meine Person muss jetzt erst mal Pause vom Musik hören machen, um nicht gleich einen Termin beim Psychiater zu beantragen.
Noch ein Wort zum Booklet. Ich habe bei den abgebildeten Texten und Bildern viele schwarze Balken. (Text bzw. Textzeilen wurden unkenntlich gemacht) Weiß darüber einer mehr ? Durfte das nicht veröffentlicht werden ? Und als Fotograf ist ein gewisser Cat Stevens genannt ? Handelt es sich um deen Cat Stevens ? Wäre schön wenn mich einer der Leser mal aufklären könnte.
Gerechte Punkte für diese Platte kann ich keine mehr vergeben. Mein Geist versagt. Ansonsten
7,5 von 10


Les Dudek – delta breeze –
Les Dudek ist der Gitarist, der sich mit den Allman Bros . und deren unsterblicher Hymne „Jessica“ einen Namen gemacht hat. Er spielte auf den Erfolgsalben der Steve Miller Band oder in John Kay’s Steppenwolf live Band, ebenso wie auf einigen von Cher (mit der er auch zeitweise liiert war).
Immer mal wieder veröffentlicht Les Dudek Solo Werke, die schnell zu gesuchten Raritäten führen, da wird auch „delta breeze“ seine 7. Veröffentlichung keine Ausnahme machen.
Auf dem Cover sieht Les Dudek aus, wie der Bruder von ZZ Tops Bill Gibbons, aber nach dem Anhören der Platte wird schnell klar, dass sein Werk weit von dem Hammer Blues der Top’s entfernt ist.
Das Album beginnt mit „Chaos“ (der song heisst wirklich so) und der Name ist Programm. Sehr in der Nahe von Jazz Rock a la Larry Coryell, manchmal cool swingend mit einer genialen Gitarrenarbeit.
Die nächsten Stücke gehen dann in Richtung Les Dudek bekannter Stücke. „Delta breeze“ besitzt noch etwas mehr Blues Feeling aber ab „High on the water“ wird das ganze eher zu einer tollen West – Coast Rock Platte.
Tolle Gitarrenarbeit und gefühlvoller Gesang auf „wide open in the wind“ „I told you that“ und „time will tell“ (Cabriofeeling am Highway No1).
Les Dudek befindet sich längst nicht so nah am Blues wie etwa Joe Bonamassa oder Walter Trout oder Eric Clapton, eher an Kaliforniens West Küste a la Blue Oyster Cult oder teilweise Eagles und ToTo.
Für „Biker Rock“ etwas zu soft, aber genial gespielt und musiziert, und Gitarre spielen kann der Les auch richtig gut. Ob Slide, elektric / acoustic Rock oder Jazz kein Stil ist ihm fremd.
Filigranes Rock Album, sehr gut produziert, mit toller Band eingespielt.
Seine letzten Songs auf dem Album sind „take“ und „these are the good old days“ und genau das ist dieses Album. Guter bis sehr guter Rock der 70iger und noch 80iger der von einem Könner seines Faches eingespielt und auch selbst produziert wurde.
8 Punkte von 10


Gov’t Mule – Shout
Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich diese Platte nochmal besprechen soll. Aber schlussendlich spielt Mr. Warren Haynes sein Programm von „shout“ nochmal mit unterschiedlichen Sängern ein und veröffentlicht es.
Hier also die LP/Vinyl Rezension dieses unglaublichen Werkes. Welche Band hat es bisher gewagt Doppel oder gar 3er Alben zu veröffentlichen ? Mir fallen da nur Grateful Dead und Yes spontan ein .
Gov’t Mule geben sich damit nicht zufrieden. Auf insgesamt 4 LP’s / 8 Seiten Vinyl, einer Box nachempfundenen Coverhülle, präsentiert uns die Band Blues, Blues Rock, Jam Rock und manchmal gar Swing Rock des Jahres 2013. Kommentare zu den einzelnen Stücken findet Ihr in einer der vorherigen Reviews. Nur soviel: Ab Seite 3 übernehmen unterschiedliche Sänger den Part des/der Vokalisten. Und die sind : Ben Harper, Elvis Costello, Ty Taylor, Glen Hughes Toots Hibbert, Myles Kennedy, Grace Potter, Dave Matthews, Dr.John und Steve Winwood die -shout- in einem vollständig neuen Licht entstehen lassen.
Grandios bis sensationell , alle Attribute die dazwischen fallen, passen und stimmen. Ich bin geneigt so weit zu gehen, zu sagen: dies ist ein Meilenstein der Blues und Rockgeschichte.
Welche Version einem jetzt am meisten zusagt, ob DoCD, 4 fach LP oder Download, dass sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich stehe auf die Vinyl Version schon alleine wegen des aufwendigen Covers.


The Del – Lords – Elvis Club –
Nach fast 20 Jahren legt eine der besten Garage Rock Bands aus New York wieder ein neues Album auf den Markt. Doch damit nicht genug, man betitelt es auch noch ELVIS CLUB. Damit wir uns nicht missverstehen, mit Elvis hat diese Band wenig bis gar nichts zu tun.
The Del-Lords sind eine der unwiderstehlichsten amerikanischen Rock’n Roll Bands und die beiden Hauptakteure der Band, Scott Kempner und Eric Ambel haben mit Frank Funaro und Mike DuClos eines der überzeugendsten Gitarren Alben des Jahres 2013 vorgelegt.
Rock’n Roll, ein wenig alte Stones, etwas West-Coast Feeling, schrammende Gitarren, schöne Melodien und Gesang und dieser unwiderstehliche New Yorker Groove machen die Platte aus.
„Everyday“ z.B. könnte genug Airplay bekommen, um als kleiner Hit für die Band zu werden. Doch der Reihe nach: „ when the drugs kick in“ Gitarre satt, schrammelnd,rauh, eben pures New York.
„Princess“ geht etwas mehr in Richtung Psychodelia, „chicks, man“ rockt wie der Teufel „flying und all my life“ mit mehr country und bluegrass Anteilen.
„Me and Lord Blues“ harter sixties Garage Rock mit wunderschönen Gitarren und WahWah Solis „you can make a mistake on me“ geht haarscharf an einer ZZ TOP Nummer vorbei, ehe „Silverlake“ und „Southern Pacific“ ein wunderschönes neues Gitarren Album beenden.
Die ganze Platte klingt frisch, rauh, zwischen 60’s Garage Rock, auch Rock N Roll, etwas Blues und Country und eben den DEL – LORDS. Man spürt der Band Spielfreude, Intensität und Nachhaltigkeit an, ohne dass je auch nur ein Moment Langeweile auftaucht.
Gottlob hat ihnen ein Edelfan einige Auftritte in Spanien ermöglicht, so dass dieses Album überhaupt zu Stande kam und die Jungs wieder Bock auf Musik hatten. Weiter so.
8,5 von 10 P


Royal Southern Brotherhood
Achtung Südstaatenfans !!! Es gibt eine neue hochkarätige Südstaaten Rock Formation. Devon Allman (Sohn von Greg Allman) und Cyril Neville (von den Neville Bros) rufen diese grandiose neue Band ins Leben. Verstärkt durch Mike Zito, Charlie Wooton und Enrico
Scott greifen diese Jungs beherzt in die Gefilde von Lynyrd Skynyrd oder auch Blackfoot ein..
Dieses erste, selbst betitelte Album, vereint alle musikalischen Notwendigkeiten und Einflüsse aus dem Süden der USA, mit soviel Intensität und Frische dass man durchaus von einem musikhistorischem Ereignis sprechen kann.
Ob „New horizon, Fired up oder Left my heart in Memphis“ schon die ersten Töne zeigen,
wo die Reise hingeht. Boogie,Rock und Blues sowie etwas Soul geben sich von Stück
zu Stück die Klinke in die Hand. Meisterhaft vorgetragen von Künstlern an den Mikrofonen, auf Ihren Instrumenten und an den Mischpulten.
Über „Mooonlight over the Mississippi, Fire on the Mountain und ways about you“ geht die Reise (in diesem Fall die CD) viel zu schnell zu Ende. Gotta keep rockin‘ ,nowhere to hide hurts my heart, all around the world und brotherhood beenden dann ein grandioses Erstlingswerk dieser Formation.
Alle die diese Art der Musikszene lieben sei diese Veröffentlichung von 2012 dringendst empfohlen.
Zudem hörte ich von begeisternden Live Auftritten dieser Band und freue mich schon auf den 21.11.2013.
Da spielt die „Brotherhood“ in einem der kultigsten Lokalitäten in Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund im dortigen PIANO. Also wer den Südstaaten Flair volle Dröhnung haben will, am Donnerstag, den 21.11.13 im Piano habt Ihr alle die Gelegenheit dazu.

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