2014- RoZy’s Reviews

RoZy’s Reviews | 2013 | 2012

Blues Pillsblues_pills
Dies ist viel mehr als eine weitere Blues Rock psycho Band. Eine Mischung aus frühen Fleetwood Mac mit einer Sängerin deren Stimme (Erin Larsson) nicht unähnlich der von Janis Joplin ist. Dazu kommt eine Frische und Unverbrauchtheit mit einer Prise Psycho Blues Rock und man könnte meinen, im San Francisco der späten 60iger gelandet zu sein.
Durch insgesamt 10 Stücke arbeiten und spielen sich die Blues Pills und können getrost als einer der Blues Rock Sensationen des Jahres 2014 gelten. Mit Talent, Groove und stimmigen Gitarren Licks rocken und bluesen sich die Pills durch „High Class Woman“, „Ain’t No Change“, „Jupiter, Black Smoke“ oder auch „Devil Man“ dass es nur so kracht. Dazu kommt eine wunderschöne Vinyl-Ausgabe in farbigem Outfit, die den Sound der Bay Area nur noch unterstreicht. Da werden die eher mäßigen Aufnahmequalitäten gerne hingenommen. (Man höre sich mal nur frühe Jefferson Airplane an.)
Ansonsten tolle Blues Rock Musik im Ambiente der späten 60iger Jahre, die frisch und unverbraucht klingt. Leider gilt zumindest die Aufnahmezeit/qualität für den selbigen Zeitraum.
8,7 v 10 P


Mahalia Barnes – ooh yea –
Was soll man über die Lady sagen. ? Zunächst vielleicht etwas Geschichtliches. Als Tochter von Jimmy Barnes (ex Cold Chisel und Solo Künstler) als stimmgewaltiger Australier
und mit diesem Vornamen wird einem eine große Bürde auferlegt.
Doch mit diesem Album OOH YEAH – the Betty Davies Songbook – meistert die Sängerin alle Hürden und führt das Erbe ihres Vaters genau dort fort, wo dieser mit Cold Chisel aufhörte. Rassiger Soul Rock wie in „if I’m in luck……“ wechselt mit souligen Balladen wie in „steppin in here“ ab. Mein Anspiel Tip :“ game is my middlename“.
Tadellos vorgetragen, mit begnadeter Stimme und Produktion. Dazu eine sensationelle Band mit Joe (everywhere) Bonamassa, Papa Jimmy Barnes als guest vocalist und einigen australischen Mitmusikern und fertig ist das nächst „Big Thing“der gehobenen
Soul,Rock,Blues Fraktion.
Auf insgesamt 12 Stücken röhrt sich Frau Barnes durch „in the meantime“ oder auch „your mama want’s you back“ .
Schön das Herr Bonamassa sich nie in den Vordergrund spielt und nur dezente mal heftige, mal softe Gitarrenlicks einstreut. Gewisse Parallelen zu Beth Hart sind da, aber Mahalia Barnes ist weit weniger Blues und viel mehr Soul wie wohl auch ihre Namensgeberin die große Mahalia Jackson.
Ansonsten dominieren auf dem Album die Rhythmus Gruppe und die beiden Keyboarder, ähnlich, wie auch schon bei Papas alter Band.
Fazit- oooohhh yea – mehr davon !
P : 8,5 von 10


Ray Bonneville – Easy Gone –
J J Cale ist leider verstorben, Eric Clapton kann den Meister des Laid-back leider nur gut kopieren. Doch es gibt einen neuen Stern am Himmel des anspruchsvollen Blues und Roots Americana Gebildes der Musik: Ray Bonneville, mit seiner VÖ Easy Gone kommt dieser Art von Musik nicht nur näher; nein er verkörpert sie auch. Beim Anhören der CD wird einem die Weite der USA und Kanada (daher kommt er) näher gebracht, als je zuvor. Weite Täler, endlose Steppen, lange Züge, minimalistisches groflartig vorgetragen, dazu eine Stimme, die durch Mark und Bein geht. Ob in Who do call the shots, oder Shake off the blues und besonders in Where has my easy gone und noch mehr in Love is wicked. Dies ist der wahre JJ CALE Nachfolger. Dezente Gitarrenlicks verbreiten Wild West feeling pur und erinnern in ihrer Qualität stellenweise an Mark Knopfler. Bestechend ist die Lässigkeit mit der Ray Bonneville seine teils traurigen Lieder ins Mikrofon haucht bzw. singt. When I get to New York grooved bluesig daher und jagt einem die Gänsehaut über den Rücken. Dazu gesellt sich eine schöne Gitarre mit Mundharmonika Unterstützung. Ein absolutes Spitzenalbum für Fans von o.a. Musik, die mal was Neues hören wollen und keinen Radau Blues erwarten. 8,5 von 10 P

Raypic


Gregg Allman – all my friends
Southern Rock fans aufgepasst ! Alle die anderen Musikliebhaber des ver ..rockten Blues natürlich auch.
Gregg Allman der Mitbegründer der legendären Allman Brothers Band bringt vielleicht das Highlight dieses Jahres heraus. Unzählige Superstars der USA (nur um einige wenige zu nennen Warren Haynes,Derek Trucks, Dr. John, John Hiatt, Taj Mahal, Widespread Panic, Vince Gill, Jackson Browne etc) die Liste ist endlos lang,† huldigen mit 2 CD’s und einer DvD dem Ur-Vater der Allmann Bros und seinem musikalischen Lebenswerk.
Unter dem Titel : Celebrating the Songs & Voice of Gregg Allman tat sich das Who is Who der amerikanischen Blues und Rock Kultur zusammen und zelebrierte einen der besten Keyboarder und Sänger des dortigen Kontinentes.
Was hier die Musiker um Gregg Allman in einem nahe zu 4 – stündigen Konzert ! unter der Regie des genialen Don Was auf die Silberlinge gepresst haben, macht einen fast atemlos. Sehr zu empfehlen vor allem die DvD mit den Allman’s zum Schluss live.. in Concert.
Zwar sind viele Songs bekannt, aber der musikalische Reichtum der Band und der einzelnen Künstler, inklusive der Allman Bros Band machen dieses Juwel der Musikgeschichte aus.
Aufgezeichnet wurde das gesamte Konzert im altehrw¸rdigen Fox Theatre
in Atlanta,Georgia und ist einfach nur der Knaller.
9,2 von 10 P

Gregg


ERIC CLAPTON & Friends – The Breeze – An appreciation of JJ CALE
Ich mag Eric Clapton und noch mehr JJ CALE . Insofern ist diese Platte der Hammer. Was der Herr Clapton mit seinen Freunden Mark Knopfler, Tom Petty, John Mayer, Willie Nelson,Derek Trucks, Don White und Christine Lakeland hier dem Zuhörer abliefert, hätte auch gut von JJ Cale persönlich stammen können.Besser kann man einen der ganz Groflen des amerikanischen Musikkontinents kaum ehren.
Und genau dies, ist auch gleichzeitig dass einzige Manko ! Etwas mehr Eigenständigkeit hätte dieser Platte sicher gut getan. Auch die manchmal sehr schnellen Ausblendungen von Songs wie etwa in Rock’n roll records mit Tom Petty, hätte man durchaus länger auslaufen lassen können.
16 auflergewöhnliche JJ Cale Stücke werden aber so professionell dargeboten, so soundtechnisch perfekt präsentiert, da hätte der gute Mr.Cale nichts dagegen gehabt, selber in die Saiten gehauen zu haben. Nun gut, leider ist der vor einem Jahr von uns gegangen, und Eric Clapton und Freude haben ihm mit dieser Platte sicherlich ein Denkmal gesetzt. Obwohl, eigentlich sind alle JJ Cale Platten eines Denkmals der Musikgeschichte würdig.
Blues, Laid back, country und auch ein wenig rock (manchmal arg an Dire Straits erinnernd) werden hier in typischer JJ CALE Manie vorgetragen und lassen den Zuhörer träumen und dann fluchen, wenn wunderschöne Nummern bereits nach 2 – 3 Min. ausgeblendet werden.
Punkte vergebe ich diesmal keine , dazu bin ich zu sehr Fan.


JOE BONAMASSA -different shade of blue –
O.K. Ein neues Bonamassa Album. Das der Kerl spielen kann steht aufler Zweifel. Dass er in jungen Jahren fast alles erreicht hat, was die Musik-Industrie so anbietet auch. Doch bei der Menge Material das er veröffentlicht, muss er vorsichtig sein, um sich nicht zu reproduzieren, sprich im Blues Mainstream zu versinken. Doch ich kann alle Fans beruhigen. Das neue Album ist aller erste Güteklasse. Immer noch huldigt er dem Blues, diesmal gespickt mit Bläsern und Keyboards die einen entweder an Blood, Sweat and Tears erinnern oder gar an IRON BUTTERFLY. (Man hˆre sich nur mal das Intro Hey baby
new rising sun an).
Mr. Bonamassa schreibt nach wie vor tolle Stücke, verirrt sich hin und wieder in die Frühzeit Blues getränkter Psychologischen Rocks, mit Anklängen an ganz frühe Fleetwood Mac oder ähnlicher o.a. Bands. Aber es bleibt ganz viel Joe Bonamassa übrig.
Auf den Punkt genau sitzen die Breaks, jaulen die Gitarren oder röhrt die Orgel und klimpert das Piano.
Elf eigene Stücke hervorragend umgesetzt dank so begnadeter Musiker wie Anton Fig und Lenny Castro (drums), Reese Wynans (Keyboards), Carmine Rojas und Micheal Rhodes (Bass) Lee Thornburg (Trumpet und Trombone) Ron Dziubla (Sax) machen Different shades of blue letztendlich zu einem Klasse Album, nicht aber zu einem Meisterwerk.
7,5 v 10 P


richrob
Rich Robinson -the leaseless sight –
Ein wenig Neil Young (ohne dessen nörgelnde Stimme) mit Crazy Horse wie in I know you, etwas Blues Rock der langsameren Art wie in Down at the road, ein wenig mehr country, in etwa wie Crosby Stills Nash and Young in One Road Hill.
Rich Robinson beherrscht diese Stile alle perfekt. Hier und da neben dezent aber cool geführten Keyboard und Piano Passagen dominieren Gitarren, ein wunderschöner Gesang und sehr gutes Songwriting. Die Platte hat so gar nichts mit den ehemaligen Black Crowes gemeinsam. Eher melodieselig bewegt sie sich zwischen Psychodelischen Eagles, CSN&Y,mal bodenständig gebluesed, mal fast schon rührselig. Sie ist nicht gerade ein Jahrhundertwerk aber im Bereich Americana eine sehr gute VÖ.
7 von 10 Punkten


Robert Plant – lullaby and … The ceaseless roar
Sehr unterschiedlich waren die beiden Wege der beiden ex Led Zeppelin-Weggefährten seit deren Trennung. Hier nun ein neues Stück Musikgeschichte von Robert Plant dem Sänger.
Wer nun in irgendeiner Form Rock, Blues oder heftige Gitarren erwartet, wird enttäuscht. Schon seit Jahren geht Rober Plant ganz eigene Wege der Musik. Nach seinen früheren Ausflügen in eher country lastigen Gefilden, geht er nun … man muss es so sagen der Weltmusik nach und zwar der, der düsteren Sorte. Musik der Marke Nick Cave mit der Stimme von Led Zeppelin. Manchmal exotisch anmutend, manchmal afrikanisch,
immer düster, wenig Gitarren und wenn nur vorsichtig angedeutet. In einem rastlosen Anfall durchbrechen elektronische Störgeräusche die Sinne, mal in einem Bazar in Afrika oder war es doch eher Indien. Orientalisch ausgerichtet kommt uns der Plant daher, befremdlich aber gar nicht schlecht. Scheinbar will Robert Plant dem Hˆrer eine schwere Last aufbürden. Musik dieser Art fallen entweder unter die Rubrik Kult und Sensation
oder aber Abschreckung bzw. f … you Led Zeppelin ich mache heute mein Ding bis zur Orientierungslosigkeit.
Eine Bewertung ist schwer. Als Kult und Sensationsalbum 8,5 P
Als Enttäuschung aller Liebhaer von Gitarrenmusik 4 P.
rz


Chris Robinson Band – phosphorescent harvest –
Schon das Cover dieser CD ist eine Augenweide. Wenn dann noch die Musik nur halb so gut ist, war es ein sau guter Tag. Doch was kommt dann aus der Lautsprecherbox ? Nix von
ex Black Crows Geschrammel, eher die Wiederauferstehung von Grateful Dead in der Urbesetzung. Chris Robinson Brotherhood goes Jerry Garcia und Bob Weir. Manchmal sogar etwas Lowell George (Little Feat) oder J J Cale ziemlich ruhige Stücke, sehr laid back, manchmal spacig, immer sehr psychodelisch, kurzum Musik und Plattencover sind eine Wucht.
10 bzw. 11 Stücke (CD) rocken locker und flockig vor sich hin. Im Übrigen ist der Kauf der Do LP dringend empfohlen, auf Grund des wunderschönen Vinyl und Cover Artwork. In der Plattenfirma Beschreibung wird darauf hingewiesen dass die Band etwas ganz anderes, als bisher machen wollten. Das ist ihnen voll und ganz gelungen. Chris Robinson singt cool wie ehe und je, dazu gesellt sich eine so laid back spielende Band, dass es schon fast unverschämt gut ist. Space Rock mit Country Elementen, wunderschöne Gitarrenpassagen oder Schifferklavier plus schräge Orgel Elemente machen diese Musik zu einem wahren Erlebnis.
9 von 10 P


The Black Keys – turn blue
Acht Alben haben die Black Keys (Dan Auerbach und Patrick Carney) bislang heraus gebracht. Eines besser†als das andere. Doch wer nun erwartet hat, hier einen Nachfolger von Camino oder gar Brothers vor zu finden, wird bitterlich enttäuscht. Turn Blue hört sich wie die Reinkarnation von Pink Floyd zu Syd Barrett’s Zeiten an. Alle 11 Songs hätten auch irgendwo auf eine Pink Floyd Scheibe gepasst. Lange sphärische, Gitarren orientierte, manchmal sehr psychodelische Soundkollagen reihen sich aneinander. Viel Synthies, viel gedoppelte Gitarren und viel falsettartiger Gesang, an den man sich erst gewöhnen muss. Aber dann hat das Album was. Insgesamt ist der Rock irgendwo „vergessen“ worden, dafür bestechen Produktion, Sound und Melodien. Und das die beiden Amerikaner ihre Liebe zum Sound der frühen 70 iger Jahre entdeckt haben ist unüberhörbar. Der Sound ist von epischer Gewalt, die Melodien auch. Vielfach auch verträumt und sphärisch, manchmal sogar imposant. An sich ein richtig gutes Album, dem momentanen Geist der Rockmusik entsprechend, aber doch ganz anders als das was man von den Black Keys erwartet hätte. Man hätte das Album auch „turn (on) the Keys“ nennen können und hätte damit den Nagel auf den Kopf getroffen.
7 von 10 P


Santana -corazon-
Mit dieser VÖ von 2014 setzt Carlos Santana den Abwärtstrend in der Qualität seiner Platten stetig fort. War schon der Vorgängeralbum „Shape Shifter“ nur schwer verdaulich, da vollständig als Instrumentalplatte ausgelegt, so ist „ corazon“ komplett in spanischer Sprache gesungen. Er mag ja damit seine Liebe zur Latinomusik eindrucksvoll ausdrücken, wird aber auch genügend Gegner finden die Spanisch als internationale Gesangssprache nicht so doll finden. Viele Stücke sind in der Nähe von Kitsch, das hektische „Oye como va 2014“ vollkommen überflüssig – die Urversion ist um Längen besser – ob der Bob Marley song „Iron Lion Zion“ besser wegkommt mag dahin gestellt sein. Santana und ein viel zu schnell gespielter Reggae …na ja ich weiß nicht. Dabei galt Carlos doch mal als der Begründer des Latino Rock, warum nur versucht er nun zig mal bessere Ur-Versionen auf Latino zu machen ? 14 mal spanischer Gesang plus ein mal „feel it coming back“ ist für Musikhörer halt starker Tobak und nicht jedermanns Sache. Dabei ist doch sogar eine Nummer dabei, die Charme hat – una noche en Napoles – teils grandios, trotz Gesang in spanisch mit Gefühl, taugt absolut zum Renner, sensationell gesungen und gespielt. Einfach eine coole Nummer, die auch das Zeug für einen Filmklassiker hätte.
Leider sind die anderen 14 Stücke bei weitem nicht von dieser Güte und was hat eine Nummer wie „yo soy la luz“ auf einem Santana Album zu suchen.
OK. So müssen wir wohl auf ein hoffentlich nächstes Album warten, und Herrn Santana die Chance geben, die Fehltritte der Vergangenheit wieder gut zu machen. Immerhin bestechen Sound, Produktion und Album layout durchaus.
5,5 von 10 P

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