„Popular Music and Public Diplomacy“

Popular Music and Public Diplomacy Poster„Popular Music and Public Diplomacy“ – unter diesem Motto steht die internationale Konferenz, zu der das Institut für Anglistik und Amerikanistik und das Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund am 06. und 07. November 2015 einladen. Wissenschaftler, Künstler und Interessierte werden gemeinsam der Frage nach den vielfältigen Funktionen von populärer Musik in diplomatischen Kontexten, zum Beispiel im Botschaftsbetrieb oder bei internationalen Kulturinstitutionen, nachgehen: Welche Rolle spielte populäre Musik während des Kalten Krieges? Inwiefern wandelte sich diese mit dem Fall der Berliner Mauer? Welche Auswirkungen haben internationale Gastspiele, die zum Beispiel vom deutschen Goethe-Institut oder dem amerikanischen Außenministerium organisiert sind, auf das künstlerische Schaffen der Musiker/innen? Inwiefern war bzw. ist populäre Musik ein „effizientes“ Mittel nationaler Selbstdarstellung? Die Konferenz setzt die Beschäftigung mit Musikdiplomatie fort, die 2013 an den amerikanischen Universitäten Tufts und Harvard in Cambridge stattfand. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Amerikanischen Generalkonsulat Düsseldorf, der Gesellschaft der Freunde der TU Dortmund und der britischen Fachzeitschrift Oxford Music and Letters. Das Projektteam besteht aus dem Musikwissenschaftler Mario Dunkel und der Kulturwissenschaftlerin Sina Nitzsche.

Die Konferenz vereint Theorie und Praxis der Musikdiplomatie. Die beiden Hauptredner/innen sind die amerikanische Musik- und Kulturkritikerin Martha Bayles (Boston College) und der Historiker Klaus Nathaus (Universität Oslo), die den Dialog mit den Vortragenden an beiden Tagen eröffnen. Anschließend beleuchten eine Reihe an Vorträgen über Europa und die USA die verschiedenen Gattungen der populären Musik und ihre Rolle im kulturellen Austausch: amerikanische Jazz-, Rock- und Popmusik hinter dem Eisernen Vorhang, HipHop im Nahen Osten nach dem 11. September, spanischer Flamenco während der Herrschaft Francos, und türkische Popmusik beim Eurovision Song Contest. Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Beiträgen werden Dortmunder Studierende des konferenzbegleitenden Seminars Sonic Weapons am Samstag ihre Projekte vorstellen. Ein besonderes Augenmerk legt die Tagung schließlich auf den Austausch mit den Akteuren der Musikdiplomatie. So werden Mario Dunkel und Sina Nitzsche mit Hans Nieswandt, einem der bedeutendsten Disko-, House- und Elektronica-DJs Deutschlands, über seine Erfahrungen als musikalischer Botschafter für das Goethe-Institut diskutieren. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei. Anmeldung unter musicaldiplomacy2015@gmail.com wird erbeten.

Das komplette Programm finden Sie unter: musicaldiplomacy.org

Kontakt:
Mario Dunkel, Telefon: 755-2975, E-Mail: mario.dunkel@tu-dortmund.de

Sina Nitzsche, Telefon: 755-2912, E-Mail: sina.nitzsche@tu-dortmund.de

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.