Auch im Ausland und nicht nur in England – Pop-Kultur im Museum

09.08.2017
Eine weitere Ausstellung zur Pop-Kultur findet in Wien statt.
Auch in anderen Ländern interessieren sich immer mehr Museen für Objekte aus der Pop-Kultur.
Ein neuer Trend!
33⅓ – Cover Art
22. Juni – 7. Oktober 2017
Kunstraum Nestroyhof, Wien (Austria)

Der Kunstraum Nestroyhof widmet sich in seiner diesjährigen Sommerausstellung dem Schnittpunkt zwischen Fotografie, bildender Kunst und Musik – dem Plattencover.

Derzeit erfährt die Schallplatte trotz des digital bestimmten Zeitalters eine Renaissance. Früher war sie der dominante analoge Tonträger, der die verschiedensten musikalischen Genres in die Haushalte von Musikliebhabern brachte. Das Cover hatte dabei einen entscheidenden Anteil daran, dass die LP geradezu der Inbegriff des populären Musikmediums im 20. Jahrhundert wurde. Denn hier traf die Musik auf Fotografie, Grafik-Design und bildende Kunst – wodurch viele fruchtbare spartenübergreifende Verbindungen zwischen KünstlerInnen entstanden. So arbeitete zum Beispiel Robert Frank mit den Rolling Stones, die ihrerseits wiederum mit Andy Warhol kooperierten, Patti Smith wurde von ihrem Freund Robert Mapplethorpe gleich für mehrere Alben fotografiert, Debbie Harry inspirierte den Schweizer Maler HR Giger zur Gestaltung eines Plattencovers und immer wieder gab es MusikerInnen, die Covers auch selbst entworfen haben.
Die Ausstellung „33⅓ – Cover Art“ im Kunstraum Nestroyhof blickt mit über 250 Exponaten zurück auf die Geschichte der Plattenhülle und präsentiert ausgewählte Beispiele. Dabei werden Covers von so unterschiedlichen MusikerInnen wie Sonny Rollins, Janis Joplin, Bob Dylan, Grace Jones oder André Heller vorgestellt, FotografInnen wie Lee Friedlander und Annie Leibovitz, aber auch Designergruppen wie Hipgnosis oder Grafikkünstler wie Roger Dean. Ein weiteres Augenmerk gilt den Plattenfirmen Blue Note und ECM, die auf ein einheitliches künstlerisch gestaltetes Erscheinungsbild ihrer Albumhüllen Wert legten. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit visualisieren kongenial die Musik und verdeutlichen oft den Zeitgeist. Viele der in der Ausstellung gezeigten Covers gelten heute als Kunst- und Kultobjekte.
Der Kunstraum Nestroyhof, der im Juni 2016 eröffnet wurde, feiert mit dieser Ausstellung sein einjähriges Bestehen. Ein programmatisches Anliegen war von Anfang an, den Dialog zwischen verschiedenen künstlerischen Sparten zu initiieren – wie mit der Eröffnungsausstellung, bei der Malerei und Objektkunst aufeinander Bezug nahmen, oder der Herbstausstellung, in der sich bildende Kunst und Literaturperformance demselben Thema annäherten. Mit der Ausstellung „33⅓ – Cover Art“ wird der Schwerpunkt „künstlerische Kommunikation“ wieder ins Zentrum gerückt.
Kuratiert wird diese Ausstellung von Christine Janicek und Arne Reimer.
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