Komm nach Hagen – Ausstellung im Osthaus Museum – 31.8. – 23.9.2018 + Rahmenprogramm

Komm nach Hagen, werde Pop-Star, mach Dein Glück!

Die wohl aufregendste Zeit in der Hagener Musikgeschichte ist Thema der Ausstellung im Osthaus Museum. Als Punk und New Wave Ende der 1970er Jahre die etablierte Rockmusik ablösten, gingen von der Hagener Musikszene so viele Impulse aus, dass Hagen Anfang der 1980er Jahre als „Deutsches Liverpool“ galt. Größtenteils noch nie veröffentlichte Fotos und Filmausschnitte sowie Plakate, Platten, Fanartikel, Musikequipment, Konzert- und Studiotechnik, Bühnenoutfits, Originalzeichnungen und Layouts zu Plattencovern lassen die Zeit wieder lebendig werden. Im Soundraum wird der Trickfilm des schottischen Künstlers John McGeoch gezeigt, der die Hagener Musikszene vor 40 Jahren beleuchtet. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation über die damalige Zeit. Kuratiert wird die Ausstellung von Heike Wahnbaeck in Zusammenarbeit mit dem Osthaus Museum und der FernUniversität in Hagen.
Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf das Musikmärchen der 1970er und 1980er Jahre in einer Stadt, die im Musikbusiness weit entfernt von Metropolen wie Köln, Hamburg oder Berlin liegt – Städte, in denen Plattenfirmen, bedeutende Auftrittsorte oder Medienhäuser situiert sind. In Hagen existierte allerdings schon Mitte der 1970erJahre eine erfolgreiche Musikszene, die einige Jahre später junge Musiker aus der Provinz an die Spitze der Charts katapultierte. Die großen Karrieren von Inga und Annette Humpe, Extrabreit und Nena starteten in jener Zeit.

Die Ausstellung versucht zu ergründen, warum gerade in Hagen die Bedingungen für den Start in diverse Musikkarrieren so gut waren. Krautrock nannten die Engländer abwertend deutsche Rockmusik, doch der Begriff wandelte sich im Laufe der Jahre. Die Hagener Band Grobschnitt war in den 1970er Jahren eine der erfolgreichsten Bands des Krautrocks, sie spielte vor tausenden Zuschauern in den großen Hallen der Republik.
Mit Beginn der 1980erJahre kamen neue Musikströmungen aus England und den USA. Der Punkrock Ende der 1970erJahre war eine ironische Gegenbewegung zu den etwas in die Jahre gekommenen Stadionrockern. Die Abgrenzung zu der Musik der Eltern – und das möglichst provokant – wurde zum Statement. Mit den Worten des Szene-Fotografen Jim Rakete: „Die jungen Musiker zerschlugen das Mobiliar ihrer Eltern auf der Bühne“.
In der Folge entwickelten sich Bands wie The Ramblers oder Extrabreit. Es folgte die Neue Deutsche Welle, die mit Nena eine sehr erfolgreiche Band hervorbrachte, die in Hagen unter dem Bandnamen The Stripes ihre Karriere startete.
Kaum bekannt ist, dass Musiker, Bandmitglieder, Bühnentechniker und Produzenten aus jenen Tagen bis heute ein Teil der aktuellen überregionalen und internationalen Musikszene sind. Mit dem Abstand von über 40 Jahren betrachtet die Ausstellung welche langfristigen Karrieren und Berufe aus dieser Zeit entstanden sind.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 31.8.2018, 18.30 Uhr
Ort: Osthaus Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Eintritt zur Eröffnung: frei
Ausstellungsdauer: 31.8. bis 23.9.2018
Eintritt: 3 Euro

Das spannende Programm des Festivals

Das Festival wirft zwar einen Blick zurück, spannt den Bogen aber auch ganz bewusst ins heutige kulturelle Leben Hagens. So wird die dreiwöchige Ausstellung im Osthaus Museum von einem spannenden Rahmenprogramm begleitet, die FernUniversität feiert ihr Campusfest mit Extrabreit, das Theater Hagen lädt zum Auftakt seiner Spielzeit, Konzerte feiern die alten und aktuellen Hits, Lesungen bieten spannende Einblicke und Führungen zeigen die wichtigen Orte des damaligen Geschehens.

Nena 1983. Foto: Heike WahnbaeckNena 1983. Foto: Heike Wahnbaeck

Ausstellungseröffnung
Komm nach Hagen, … mach dein Glück!

Freitag, 31.8.2018, 18:30 Uhr
Ort: Osthaus Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Eintritt zur Eröffnung: frei
Ausstellungsdauer: 31.8. bis 23.9.2018
Eintritt: 3 Euro

Die wohl aufregendste Zeit in der Hagener Musikgeschichte ist Thema der Ausstellung im Osthaus Museum. Als Punk und New Wave Ende der 1970er Jahre die etablierte Rockmusik ablösten, gingen von der Hagener Musikszene so viele Impulse aus, dass Hagen Anfang der 1980er Jahre als „Deutsches Liverpool“ galt. Größtenteils noch nie veröffentlichte Fotos und Filmausschnitte sowie Plakate, Platten, Fanartikel, Musikequipment, Konzert- und Studiotechnik, Bühnenoutfits, Originalzeichnungen und Layouts zu Plattencovern lassen die Zeit wieder lebendig werden. Im Soundraum wird der Trickfilm des schottischen Künstlers John McGeoch gezeigt, der die Hagener Musikszene vor 40 Jahren beleuchtet. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation über die damalige Zeit. Kuratiert wird die Ausstellung von Heike Wahnbaeck in Zusammenarbeit mit dem Osthaus Museum und der FernUniversität in Hagen.

Kuratorenführung: Heike Wahnbaeck
Eintritt: 3 Euro
Dauer: 60 Min.
Gruppenführung: 70 Euro plus 5 Euro Eintritt pro Person
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Terminvereinbarung: 02331/207-2740
Wehringhauser Schnurlos Festival

Freitag, 31.8.2018 + Samstag, 1.9.2018, jeweils ab 17 Uhr
Ort: Bismarckturm
Eintritt: frei
Ein Musikfestival „umsonst & draußen“ am Bismarckturm auf dem Goldberg über den Dächern von Hagen-Wehringhausen in wunderbarer Umgebung mit Livemusik-Programm. Außerdem findet an beiden Tagen ein Kinderprogramm mit „Magic Elise“ statt.

Weitere Infos

Extrabreit werden zeigen, dass sie auch 40 Jahre später immer noch
Extrabreit werden zeigen, dass sie auch 40 Jahre später immer noch „hart wie Marmelade“ sind.

Campusfest der FernUniverstität in Hagen
Samstag, 1.9.2018, ab 16 Uhr
Ort: Campus der FernUniversität in Hagen,
Universitätsstraße 47, 58097 Hagen
Eintritt: frei
Auf der Bühne:
Die FernUniversität in Hagen lässt die Neue Deutsche Welle beim Campusfest musikalisch und wissenschaftlich aufleben. Auf der Open-Air-Bühne stehen die lokalen Musikhelden von einst: EXTRABREIT. Sie haben in Hagen ihr Glück gemacht und sind eben „hart wie Marmelade“. Im Vorprogramm ab 18 Uhr spielen Bands im NDW-Zeitgeist, etwa die „80er Jahre Allstar-Band“, „Die Goldenen Reiter“ und die Sieger im NDW-Wettbewerb des Kulturzentrums Kultopia. Dazu gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen über den Campus, ein Kinderprogramm und weiteren Aktionen.
Im Gespräch:
Wie sich in Hagen eine so lebendige und vielseitige Musikszene entwickeln konnte, stellt der FernUni-Wissenschaftler Prof. Dr. Frank Hillebrandt aus soziologischer Sicht vor. Darüber möchte er gemeinsam mit der Hagenerin Zeitzeugin Heike Wahnbaeck mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen.
Weitere Infos
Auftakt! Spielzeiteröffnung im Theater Hagen
Samstag, 1.9.2018, ab 15 Uhr
Ort: Theater Hagen,
Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Den Auftakt! macht an diesem Tag auch das Theater Hagen mit einem Blick hinter die Kulissen ab 15 Uhr und einem Vorgeschmack auf das Programm mit einer Pocketgala von 19 bis 20 Uhr.
Weitere Infos

Foto: Roland BlumeFoto: Roland Blume

Künstler Wolfgang Luthe zu Gast
Sonntag, 2.9.2018, 15 bis 16 Uhr
Der Künstler Wolfgang Luthe ist zu Gast in der Ausstellung „Komm nach Hagen, …mach dein Glück!“ im Osthaus Museum Hagen. Luthe lebte in der Wohngemeinschaft in der Buscheystraße 56. Als Künstler veröffentlichte er das Milchbuch, die Zeitschrift Geil + Fröhlich mit der Schallfolie „Ich steh‘ auf Hagen“, die Maxisingle „Jupheidi im Morgengrauen“ und die KLack Klack-LP „Schule des Vergessens“.

WDR-Rockpalast, Peter Rüchel meets 78 Twins Talkrunde: „Nicht alle waren Extrabreit“
Sonntag, 2.9.2018, 18 Uhr
Ort: Kultopia Jugendkulturzentrum,
Konkordiastraße 23-25, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Lesung: Peter Rüchel mit Band
Gäste: Hartmut Krause (WDR), der Gitarrist Lupo und der Schlagzeuger Eroc von Grobschnitt
Moderation: Robin Hiermer, Radio Hagen
Lesung Klaus Märkert

Freitag, 7.9.2018, 19 bis 21 Uhr
Ort: Comic Centrum Hagen, Spinngasse 5
Klaus Märkert liest aus seinem Buch „Hab Sonne“ über die Zeit in Hagen und die Disco „Lass Das“ am Graf-von-Galen-Ring.

Lass-Das-Revival-Party
Samstag, 8.9.2018, 21 Uhr
Ort: Kultopia Kulturzentrum, Konkordiastr. 23-25, 58095 Hagen
Eintritt: 5 Euro
Talkrunde: Die Abteilung Popularmusik in den 1980ern

Samstag, 8.9.2018, 17 Uhr
Ort: Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Moderation: Martin Rösner
Heinz M. Krause und Gäste
Musik: COSMIXX

Undergroundparty   Take a Walk on the Wild Side
Samstag, 8.9.2018, 19.30 Uhr
Ort: Theater Hagen
Musik von den Größen der 1970er und 1980er Jahre, interpretiert von Musikern von heute

Das MitSingDing – Neue Deutsche Welle
Mittwoch, 12.9.2018, 19:30 Uhr
Ort: Stadtbücherei Hagen, Springe 1, 58095 Hagen
Eintritt: 10 Euro

Stadtrundgang: Hagen und Wehringhausen um 1980
Donnerstag, 13.9.2018, 18 Uhr
Treffpunkt: Osthaus Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Leitung: Michael Eckhoff, Stadtheimatpfleger
Dauer: ca. 2 Std
Eintritt: frei

Melanie MarkerMelanie Marker

Talkrunde: Frauen in der Musikbranche
Donnerstag, 13.9.2018, 20 Uhr
Ort: Museums-Lounge im Osthaus Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Moderation: Franka Schäfer, Anna Daniel
Gäste: Bühnentechnikerin Angelika Heine-Koal und Musikerin Melanie Marker

Lese- und Akustikshow: Hart wie Marmelade
Freitag, 14.9.2018, 18 Uhr
Ort: Sparkasse HagenHerdecke, Sparkassen-Karree 1, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Lesung: Kai Havaii von EXTRABREIT
Musik: Kai Havaii und Stefan Kleinkrieg von EXTRABREIT
Zwei Legenden des Deutschrock und der Hagener Musikszene geben sich die Ehre: Sänger Kai Havaii und Gitarrist Stefan Kleinkrieg von EXTRABREIT laden ein zu einer rasanten Zeitreise in die 1970er und 1980er. Havaii liest aus seiner Autobiografie „Hart wie Marmelade“ und spielt mit Kleinkrieg Akustik-Versionen ihrer größten Hits: Von „Hart wie Marmelade“ über „Hurra, hurra, die Schule brennt“ bis zu „Polizisten“, „Flieger“ und „Junge, wir können so heiß sein“.

Talkrunde: Ohne uns keine Töne
Samstag, 15.9.2018, 18 Uhr
Ort: Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Moderation: Timo Hiepler, Radio Hagen
Gäste: u.a. Siggi Bemm und Detlev Koal
Musik: Achim Kreuzer / Andreas Wagener

Tresengespräch: Ohne uns kein Bier
Donnerstag, 20.9.2018, 20 Uhr
Ort: Pelmke Kulturzentrum, Pelmkestraße 14, 58095 Hagen
Eintritt: frei
Moderation: Robin Hiermer, Radio Hagen
Gäste: NDW-Kultwirte, wie Mausi (Christa Dürholt), Norbert Höhne und Erwin Dreier

Talkrunde: Ohne uns keine Popstars?
Freitag, 21.9.2018, 18 Uhr
Ort: Museums-Lounge im Osthaus Museum, Museumsplatz 1
Eintritt: frei
Moderation: Robin Hirmer, 107,7 Radio Hagen
Gäste: u.a. Hartwig Masuch und Jörg Hoppe

NDW-Disco
Freitag, 21.9.2018, 21 Uhr
Ort: Kultopia Jugendkulturzentrum, Konkordiastraße 23-25, 58095 Hagen
Eintritt: 5 Euro

Foto: Klaus Bauschulte, Roland BlumeFoto: Klaus Bauschulte, Roland Blume

Talkrunde mit Hartwig Masuch und Jörg Hoppe
Freitag, 21.9.2018, 18 bis 20 Uhr
Ort: Osthaus Museum Hagen
moderiert von Robin Hiermer (Radio Hagen 107,7)

Hartwig Masuch (heute Geschäftsführer von BMG) war schon in den 1970ern ein geschäftstüchtiger Typ, der mit seinem Partner Uli Wiehagen nicht nur die Musikzeitung „Musiker/music news“ herausgab, sondern auch einen Musikverlag in Hagen gegründet hatte. Man hatte gute Kontakte zur Plattenindustrie. Masuch erkennt das Potential von Extrabreit und Nena sofort und schickt die neuen Hagener Bands Anfang der 1980er Jahre ins Studio. Heute kümmert er sich um die Rechte von Bands wie den Rolling Stones, Pink Floyd, aber auch 2raumwohnung oder eben Nena. Jörg Hoppe war seinerzeit Manager von Extrabreit und prägte das Corporate Design der Band im Comic Style. 1993 gründete er mit Dieter Gorny VIVA TV, deren Gesellschafter er bis 1994 war. Auf der 65. Berlinale 2015 hatte sein viel beachteter Dokumentarfilm „B Movie – Lust and Sound in West-Berlin 1979 -1989“ Premiere; der Film wurde unter anderem mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA Filmstiftung und dem VUT Award sowie einer Nominierung für den Grimme Preis ausgezeichnet.

Erlebnisfahrt NDW
Samstag, 22.9.2018, 10 Uhr
Treffpunkt: Rathaus an der Volme,
Rathausstraße 11, 58095 Hagen
Tickets: Verlosung über Facebook und Radio Hagen
Moderation: Rolf Möller von EXTRABREIT und Michael Eckhoff

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