BLAUES RAUSCHEN – Festival No. 2 – 13. Oktober 2018 im Archiv

Blaues Rauschen DOrtmund
mit Ryoko Akama, Marko Ciciliani & Barbara Lüneburg, Jan Jelinek & Lucrecia Dalt

Vom 10. bis 14. Oktober bringt das Festival BLAUES RAUSCHEN zum zweiten Mal elektronische Soundexperimente auf die Bühnen des Ruhrgebiets. In Gelsenkirchen, Essen, Herne, Dortmund und Bochum präsentiert BLAUES RAUSCHEN eine internationale Mischung aus etablierten Namen und Neuentdeckungen aus acht Ländern.

Im Evinger Schloss in Dortmund werden folgende Künstler mit ihren Aktionen zu sehen und zu hören sein:
Scheitern und Scheppern, der Domino-Effekt lässt grüßen: Verursacht wird dieser von Ryoko Akama. Bei ihren experimentellen Klangskulpturen lässt die japanische Künstlerin bewusst den Zufall zu. Ihre Installationsperformance „strum ström“ nutzt Klang, Bewegung und Alltagsobjekte. Sie bezieht dabei den Raum derart mit ein, dass selbst kleinste Details von Oberflächen und Strukturen relevant werden. Untersucht werden dabei die Substanz und Fragilität von Objekten und die Einflüsse von Schwerkraft, Wind und magnetischen Kräften auf unterschiedliche Gegenstände.
Nebenan zeigen Marko Ciciliani und Barbara Lüneburg zeitgleich eine „gamified audiovisual performance“. Konzipiert ist das Projekt „Kilgore“ als Computerspielumgebung, visueller Ausgangspunkt ist eine 3D-Animation. Die Künstler interagieren live mit verschiedenen Elementen des Spiels, die Klänge erzeugen. Vorgegebene Missionen, die von den „Spielern“ erfüllt werden müssen, führen zu einer musikalischen Form, die bei jeder Aufführung in ihren Details variiert, aber in ihrer generellen Richtung konsistent bleibt. Das Computerspiel dient als dynamische Partitur und erweitertes Instrumentendesign.
Anschließend bringen Jan Jelinek und Lucrecia Dalt das musikalische Erbe von Ursula Bogner in drei Akten auf die Bühne. Um die Dortmunder Künstlerin Bogner ranken sich zahlreiche Geschichten voller Geheimnisse: 1946 geboren zog sie im Alter von 19 Jahren nach West-Berlin, um dort Pharmazie zu studieren. Privat entwickelte sie ein starkes Interesse an Musique concrète und elektronisch produzierter Musik und verfolgte die Aktivitäten des Studios für elektronische Musik in Köln. Ab Ende der 1960er Jahre begann sie mit der Produktion eigener Musikstücke, die sie auf Tonband aufnahm. Sie soll 1994 in Berlin verstorben sein.

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