Die Festival-Saison im Ruhrgebiet beginnt wie immer an den Pfingsttagen

Für uns präsentieren sich seit vielen Jahren 3 Festivals über Pfingsten als bedeutende Festivals der Region:
Bluesfestival Schöppingen
MOERS-Festival
ROCK-HARD-Festival
Am interessantesten ist es, wenn man über Pfingsten alle 3 Festivals besucht. Sie sind vom Ruhrgebiet aus problemlos erreichbar, wobei das ROCK-HARD-Festival mitten im Pott stattfindet. Schauen Sie sich das Programm an und vielleicht entscheiden Sie sich ja auch für eine Besuch aller 3 Festivals. Es wird enorm viel geboten.

  


Blues Festival Schöppingen – 8. – 9. Juni 2019
Ja, nun sind wir beim 28. Grolsch Blues Festival angekommen. Was für eine lange Zeit, was für eine Historie…!
Das wir soweit gekommen sind, dass haben wir Euch, liebe Festival Besucher und unseren treuen Sponsoren, zu verdanken.
Wir haben mittlerweile ein großes Stammpublikum und jedes Jahr kommen neue Gäste, die sich nach dem Festival mit „bis zum nächsten Jahr“ verabschieden hinzu, so dass uns dieses auch eine Planungssicherheit gibt.
Aber nun wollen wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und die 12 bestätigten Bands, die am Samstag, den 8. Juni und am Sonntag, den 9. Juni am Vechtebad in Schöppingen auftreten werden, bekanntgeben.
Ganz besonders freut es uns, dass wir gleich 3 Künstler im Line Up haben, die am 10. Februar für den Grammy in der Kategorie „Best Contemporary Blues Album 2019“ nominiert sind – mal sehen, wer ihn bekommt 🙂
Unserem Konzept sind wir treu geblieben. Alle Spielarten des Blues werden in diesem Jahr vertreten sein. Künstler die das erste mal in Europa auftreten und Künstler die man nicht so oft in unserer Region zu sehen bekommt.
Mit dabei sind in diesem Jahr:

  • The Paul DesLauriers Band (CAN)
  • Eric Bibb (USA)
  • Fantastic Negrito (USA) nominiert für Grammy
  • Ghost Town Blues Band (USA)
  • Southern Avenue (USA)
  • Curtis Salgado (USA)
  • Afro Blues Project feat. Randolph Matthews (GB)
  • Danielle Nicole (USA) nominiert für Grammy
  • Sugaray Rayford (USA)
  • Biscuit Miller & The Mix (USA)
  • Cedric Burnside (USA) nominiert für Grammy
  • Archie Lee Hooker & The Coast To Coast Blues Band (USA/F)

Alle Informationen und Hörproben findet Ihr wie immer hier auf unseren Seiten.Der Vorverkauf beginnt ab sofort: Das 2-Tagesticket (begrenztes Kontigent) kostet inklusive Vorverkaufsgebühren 69,00 EUR.

ROCK HARD FESTIVAL 2019
Ursprünglich war das ROCK HARD-Festival als einmalige Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des ROCK HARD-Magazins in 2003 gedacht. Aufgrund der FANtastischen Reaktionen haben sich die Macher jedoch spontan für eine Fortsetzung entschieden. Ziel der Veranstalter ist es in jedem Jahr, Bands wie Fans optimale Rahmenbedingungen für ein Festival der Extraklasse zu bieten. Der mittelgroße Rahmen (maximale Kapazität: rund 6.100 Zuschauer) bedingt, dass die Mega-Stars der Branche ihre Rekordgagen anderswo einstreichen (nämlich dort, wo die Besucher wie Konsum-Schafe auf landwirtschaftlichen Nutzflächen eingepfercht werden). Stattdessen liegt der Schwerpunkt des ROCK HARD-Festivals auf starken Szene-Themen internationalen Zuschnitts, einer gewissen musikalischen Bandbreite, guten Live-performances sowie Underground-Kultbands und brandheißen Newcomern. Immerhin steht für die Qualität der Bands die ROCK HARD-Redaktion gerade, die ausschließlich die Auswahl des Festivals trifft. Darüber hinaus ist es der Anspruch der Macher, endlich ein international besetztes Festival im bevölkerungsreichsten Ballungsraum Europas zu entwickeln: dem Ruhrgebiet, bisher unverständlicherweise ein weißer Fleck auf der Festival-Landkarte.
Dabei ist der Ort alles andere als zufällig gewählt, schließlich stammen Bands wie Kreator, Sodom, Rage oder Grave Digger wie das ROCK HARD-Magazin aus dem Revier und sind den Fans weltweit (wie etwa der S04 oder der BvB) ein Begriff.

Running Order

Freitag, den 7. Juni 2019

WATAIN
LIZZY BORDEN
TYGERS OF PAN TANG
THE IDIOTS
CHAPEL OF DISEASE
VULTURE

Samstag, den 8. Juni 2019

GAMMA RAY (Erste NRW-Show seit 2015!)
CANNIBAL CORPSE
SKID ROW
SYMPHONY X
HEIR APPARENT
CARNIVORE A.D.
THE VINTAGE CARAVAN
TYLER LEADS

Sonntag, den 9. Juni 2019

ANTHRAX
POSSESSED (Exklusive Festival-Show in Deutschland!)
MAGNUM
FIFTH ANGEL
LONG DISTANCE CALLING
THE OBSESSED
VISIGOTH
THE SPIRIT

3-Tages-Ticket = 97,90 € – weitere Ticket-Variationen finden Sie auf der Website des ROCK-HARD-Festivals

MOERS – Festival 2019
7 – 10.Juni 2019
Eventhalle Moers und an vielen anderen Orten in der Stadt Moers

Wild, frei und eigensinnig – handverlesen, unerwartet und grenzüberschreitend.
Seit 1972 bricht das mœrs festival mit Normalitätserwartungen an Musik und ist ein Versprechen an das Ungezähmte jenseits des Mainstreams. Für die 48. Festivalausgabe fordert das mœrs festival: „Strengt euch an!“
Wir haben uns angestrengt und es ist gewiss, dass wir euch kein Festival verpassen, nach dem ihr beruhigt und widerspruchslos nach Hause geht. Mit Experimenten, Schwerpunkten, Statements, Ausbrechern, Piraten und Gefährten behauptet mœrs das stete doch! in einer verwirrenden Welt, die dringend Utopien und Träume braucht. Fangen wir mal hinten an:
Gefährten. Das Festival 2019 endet in Doppelquadrophonie im Schlosspark mit La Colonie de Vacances, einer von insgesamt sieben französischen Gruppen, die an den vier Moerser Pfingsttagen auftreten. So auch der bretonische Dudelsackspieler Ervan Keravec, der die Grenzen seiner urban pipes auslotet und neues Dudelsackland entdeckt.
Oder Die Hochstapler, die in Komplizenschaft mit Ikui Doki die Composer Kids vom Niederrhein zu musikalischem Wagemut anstiften. Abacaxi, Audioschnipsel in Lichtgeschwindigkeit, BaKos, minimalistisch groovende rhythmische Verschachtelungen – die französische Szene ist reich und mutig und wir freuen uns drauf!
Schwerpunkte … setzt ja irgendwie jedes Festival. Wir gehen davon aus, dass auch in diesem Jahr der „Fokus Pyongyang“ scheitert – trotz starker Begegnungen und gegenseitiger Neugier … wir warten ab! Das verrückte „Japanese New Music Festival“ unterwandert sogar das mœrs festival mit Trash, Anarchie und Humor – neun Auftritte in vier Tagen! Dazu die Autotune-Pop-Dekonstruktivisten vom Tokioter Yasei-Collective und der Frequenzen-Ultra Toshimaru Nakamura. Und dann: São Paulo! Wir treffen einen höchst fidelen Tom Zé mit wachen Augen und Ideen. Der Mitbegründer des Tropicalismo ist mit 82 Jahren noch immer Rebell. Danach Rodrigo Brandāo, spoken wordPoet, politisch, entschieden. Kein Wunder – im aktuellen Brasilien. Begegnen Mariá Portugal von Quartabê und schließlich dem Herzstück und Ausgangspunkt aller vielversprechenden Entwicklungen der Megacity: Metá-Metá und die Clube da Encruza. Sie werden es den Japanern gleichtun und Moers mit ihren absurden Sambas und Experimenten überziehen.
Statements. Wir legen uns fest: Analogtechnik klingt besser! Und – wenn die Bands schon nicht auf dem diesjährigen Plakat stehen – da steh’n sie drauf. Zum Beispiel bei der Live-Weltpremiere von Anguish (um Mats Gustafsson und Mitglieder von Dälek) mit ihren dystopischen Abgründen oder EX EYE (um Colin Stetson), deren Kraft und Virtuosität der ungeglättete Klang viel besser weiterträgt. So kommt auch Elektroniker Andrea Taeggi mit drei ARP-Synthezisern aus dem Präkambrium zu uns („The Third Eye Squeegee“, eine Kooperation mit den Willem-Twee-Studios in ’s-Hertogenbosch). Wir diskutieren: darüber, ob Musik das Wichtigste ist. Oder der Sound, das Licht oder Wahnsinnssoli in unseren „discussions“ geht es um Moers als guten und besonderen Ort, um Fokussierung, ums Reflektieren. Wir entmündigen nicht: Unsere Pressekonferenz, unser Plakat, das Bühnenbild und natürlich das Festivalprogramm fordern Publikum, Künstlerschaft, Fachwelt und Partner. Wer nicht mehr kann, nimmt sich eine Schwimmnudel und wird nachts passiv beim Unterwasserkonzert im Aktivbad … (Badesachen also nicht vergessen!).
Doch Vorsicht vor Piraten! Serbische Freibeuter schlagen ihre Kafana im Festivaldorf auf und improvisieren ihre hundertjährigen Lieder abendlich weiter. An Bord: Kapitän Hayden Chisholm und seine jüdisch-indisch-jugoslawische Zigeunerbande aus dem Belgrader Stadtteil Dorçol. Und hütet euch davor, in eine der sechs konspirativen mœrs-sessions des kompromisslosen Jazz-Ausbrechers Jan Klare zu geraten. Es ist nichts sicher dort und immer ein Sprung ins kalte Wasser. Manche Ausbrecher sind so jung oder verwegen, dass sie sich an nichts erinnern und einfach drauflos machen wie black midi aus London, Crack Cloud aus Kanada, die Killing Popes (de/uk) oder Širom aus Slowenien. Andere wieder (z.B. Mitglieder des gefürchteten „Filmclub Klappe“) kapern nur bewegte Bilder oder erfinden neue: Die belgische Flat Earth Society verpasst dem Ernst-Lubitsch-Stummfilmklassiker „Die Austernprinzessin“ einen neuen
Soundtrack, Frank Niehusmann erweist dem Ende des Bergbaus seine Ehre mit imposanter „Untertagemusik“ und Korhan Erel klangwandelt mit Malte Jehmlich livezeichnerisch dem Geist der Maschine nach.
Jede Menge Experimente. In Moers wird nicht à la carte gekocht oder serviert. Unsere Reisen führen uns nur selten an die Orte, wo sowieso alle Agentinnen und Programmmacherinnen (und auch die vielen männlichen) sind, sondern wir gehen ins Feld und suchen. „Wir“ sind Musiker, Ethnologen, Querdenker, Nerds, Musikliebhaber … Manchmal scheitern wir – und manchmal kommen wir reich beschenkt zurück mit dem Ergebnis, dass wir sagen: „Die müssen wir in Moers auf die Bühne bringen!“ So kommt es in Moers zu exklusiven und singulären Konstellationen: Das Zusammentreffen von Marshall Allen (ts), Rodrigo Brandāo (spoken word), Toshimaru Nakamura (elec) und Günter Baby Sommer (dr) wird ein Unikat. Ein Weiteres wird das Moers-Meeting von Peter Evans (tp), Phil Minton (voc) mit Atsushi Tsuyama (b) und Tatsuya
Yoshida (dr).
Und Sonderprojekte: Dank der Unterstützung der Kunststiftung NRW können kühne Konstellationen wie das diesjährige „GLOBAL IMPROVISERS ORCHESTRA“ realisiert werden. Hier treffen zehn Musiker*innen aus neun Ländern und vier Kontinenten für eine Probenwoche zusammen, um in Moers eine Welturaufführung zu zelebrieren. Auch die „MOERS ABSTRACTIONS“ sind als Idee des mœrs festival nur durch die Förderung der Kunststiftung NRW zu realisieren. Mit Blick auf die legendäre Scheibe „Jazz Abstractions“ von Gunther Schuller ermunterte Tim Isfort Vince Mendoza, eine Komposition für zwei besondere Klangkörper zu schreiben: das Ensemble Musikfabrik NRW und die WDR Big Band verlassen ihr gewohntes Terrain, um gemeinsam mit Solist Joshua Redman auf musikalische #-fahrt zu gehen …
Angelika Niescier kommt mit ihrem New York Trio zurück nach Moers. Die improviser in residence 2008 trifft dabei auf die Trondheim Voices – neue klangliche Texturen sind garantiert. Der aktuelle, zwölfte improviser in residence Emilio Gordoa, präsentiert sein speziell für das Festival konzipierte M0VE Quintet und ist außerdem ebenfalls unter Wasser zu erlauschen.
Und natürlich wird die Auseinandersetzung mit dem Erbe der Begrifflichkeiten „Jazz“, „Avantgarde“, „freie Improvisa- tion“ – live (z.B. im WDR3 Hörfunk am 08. Juni um 20:00 Uhr mit DBLW – Boulez Materialism – Dell, Brecht, Lillinger, Westergaard), in Farbe (fast alle Konzerte aus der Halle und dem Festivaldorf werden im Live-Stream bei ARTE zu sehen und dann für sechs Monate als Video on demand in der arte – Mediathek verfügbar sein) sowieso omnipräsent verhandelt: Soloauftritte verschiedener Künstler (u.a. Colin Stetson, Yegor Zabelov, Sein Hla Myaing …) an ungewöhnlichen oder unprätenziösen Orten, Konzerte junger Gruppen aus Österreich (chuffDRONE), Belgien (MDCIII), England (Ill Considered) u.v.m.
Am Schluss der Anfang: Wir eröffnen die 48. Pfingstfestspiele zu Moers bei selbstverständlich gutem Wetter mit einer kathartischen Verbeugung vor einem Giganten. Die vier Protagonisten aus N.Y.C. rufen uns im kollektiven Psalm zu: Scatter the atoms that remain!
Und vielleicht ist das ja gar nicht so anstrengend …!?
Das mœrs festival wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Moers sowie der Kunststiftung NRW, dem Kulturraum Niederrhein e.V. und der Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein. Medienpartner sind ARTE Concert und das Kulturradio WDR3.
Alle weiteren Infos zu unseren befreienden Produkten sowie Fotos, Links und Tickets findet ihr unter:  http://www.moers-festival.de
Tickets Festivalticket für 4 Tage – 151,00 Euro – weitere Ticketvariationen finden Sie auf der Website.

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