MOERS – Festival 2020 findet statt – aber ganz anders!

Das 49. mœrs festival zu Pfingsten 2020 ist das Gegenmittel!

Ein Festival in diesen Zeiten? Das geht doch gar nicht! Doch, meinen wir, denn wir sind  das Gegenmittel gegen Kulturverlust, Einsamkeit und Langweile!

Das Soundlabor für die Produktion des Gegenmittels wird in der Festivalhalle aufgebaut. Ein Live-Fernsehstudio, um das Festival für unser Publikum so authentisch wie möglich erlebbar zu machen. Alle können dabei sein.
Neben Klangmagiern arbeiten ausgewiesene Kamera- und Mikrofonfachleute, die ausschließlich Daten übertragen, daran mit. Zwei Areale, einander gegenüber, in gebührendem Abstand. Kabelkilometer, Starkstrom, blubbernde Geräusche, fahle Schatten werfende Laboranten mit Schutzanzügen. Auf den leicht erhöhten Arealen immer wieder, aber nicht zu viel, zumindest nicht gleichzeitig (!): Stars aus all den Ländern, in denen es noch – oder wieder – Reisefreiheit gibt. Ha! Plötzlich bricht Jubel aus, überschwemmt die begeisterte Menge den Klangbildbrutplatz, bricht durch die Absperrungen! Doch halt, nein, fake, ein Einspieler…In einer dunklen Ecke sitzt ein Typ feixend hinterm Mundschutz, mit merkwürdiger Brille und einem Tischlein voll bunter Knöpfchen vor sich.
Zurück auf die erhöhten Podeste: In respektvoller Distanz umkreisen Kameras und Mikros die Künstler*innen, fangen deren Klangblüten ein und senden sie zum Ü-Sammelplatz. Der wieder schickt das Bildtongemisch in den Arte-Äther, von wo aus es all die, die kommen müssten, aber nicht können, in sicherer Entfernung genießen können. Zu Hause am Laptop, im Park, Garten, Balkon – make your own moers! Bleibt gesund, haltet euch an die Regeln, aber verpasst nicht unser digitales Festival. Seid dabei! Überwindet social distance bei Einhaltung der physical distance. New ways to fly.
Aus verständlichen Gründen kann der Streamplan momentan noch nicht festgelegt werden. Denn wer letztlich nach Moers einfliegen kann, steht noch in den Sternen.
Aber es sind spannende Conferenciers geplant, die die Bands ansagen, durch Diskussionen führen oder Künstler interviewen.
Aber wir haben auf jeden Fall noch einen ganz besonderen Gast: Miss Unimoers zu Besuch zu Hause, unser Festivalgedächtnis von 1972 bis 2046 (mindestens!).
Ab sofort ist der online-Shop des Festival auf der Website. Und ab sofort kann man bereits gekaufte Tickets stornieren – natürlich ohne Kosten. Wer lieber etwas spendieren und dafür die Superzuschauerurkunde erhalten möchte, findet alle Informationen auf www.moers-festival.de
Müsst alle gucken kommen!

Wird das Moers-Festival 2020 stattfinden? Wir sind gespannt auf die Ideen, die umgesetzt werden sollen, damit es doch stattfinden kann.

Pressemitteilung moers festival 2020

Ein großes, internationales Festival? Mitten in Coronazeiten? Das renommierte moers festival will es versuchen – in welcher Form auch immer. „Wir wollen Spaß und Mut machen, neue Wege gehen, Menschen verbinden! Dafür steht das moers festival auch im 49. Jahr.“, hört man aus dem Festivalbüro.

Während fast die komplette Kultur bis weit in den Sommer hinein abgesagt wird, stellten die Veranstalter Ende März stolz das Programm und das Plakat vor. „Allein zu plakatieren ist ja im Moment schon subversiv.“, meint Tim Isfort, seit 2017 künstlerischer Leiter. Mit ihm gelangte das Festival zu neuen Ufern, wurde wieder stärker in der Stadt verankert und erlangte nach fast einem halben Jahrhundert die einhellige Zustimmung der Stadtpolitik. Auf das Programm unter dem Motto new ways to fly darf man besonders gespannt sein: Legenden wie Archie Shepp, John Zorn, John Scofield oder Heiner Goebbels zieren ein Line-up, das zwischen Madrigalen aus dem 16. Jahrhundert, Beethoven, Neuer Musik, politischem Free Jazz, Elektronik und wildem Noise angesiedelt ist.
Ein besonderer Fokus gilt Musik von Frauen: Joëlle Léandre, Maggie Nicols und Irene Schweizer sind Weltklasse-Künstlerinnen im immer noch männlich dominierten Jazz. Aber auch die junge weibliche Generation bekommt ein Forum: zum ersten Mal koopieriert Moers mit dem Essener Peng! – Festival.
Natürlich wird auch der aktuelle improviser in residence vertreten sein: die Brasilianerin Mariá Portugal setzt sich in ihrem aktuellen Projekt mit der Tradition ihrer Heimat auseinander. Regionale Schwerpunkte liegen neben Portugals Heimatstadt São Paulo diesmal auf Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba.
Ganz geheimnisvoll wird es beim französischen Kammerorchester Onceim, das sich der einmaligen Zeitlupenmusik der 88jährigen Komponistin Éliane Radigue widmet. Das Festival gedenkt außerdem des 30jährigen Todestages des bei uns kaum bekannten schwarzen Minimal-Komponisten Julius Eastman. Vier Pianisten um Folkwang-Professorin Patricia Martin, die noch selbst mit Eastman arbeitete, stellen dessen verzweifelt intensive Musik vor.
Zum dritten Mal hat auch die ganz junge Generation die Gelegenheit, am Festival teilzunehmen. Der Kompositionswettbewerb composer kids wartet auf Werke von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre. Mit in der Projektband, die ausgewählte Stücke der jungen Leute einstudiert: Altmeister Wolfgang Puschnig, der große Wiener Saxophonist! Teilnahmeformulare sowie das gesamte Festivalprogramm unter: http://www.moers-festival.de
Bleibt zu offen, dass das Festivalteam einen Weg findet, dieses außergewöhnliche Programm präsentieren zu können – auf welche Weise auch immer! „Wir improvisieren und machen das Beste draus.“, sagen die Veranstalter. Schaut auf die Website oder die Festival-App für die aktuellsten Infos.

Konzertabsagen / Festivalabsagen

Die nächsten Wochen und Monate wird es auch weiterhin keine Konzerte und auch keine Festivals geben.
Die ersten Absagen von Sommerfestivals wurden schon bekannt gegeben.
(z. B. Grolsch Blues Festival in Schöppingen, Klangvokal-Festival in Dortmund, Glastonbury-Festival, OMR-Festival, Beethoven-Festival, Tomorrowland-Festival, Download-Festiva, uvm.)

Alle anderen Absagen von Festivals die in den Monaten Juni u. Juli stattfinden sollen werden sicherlich noch folgen.
Ob im August und danach Festivals stattfinden werden, ist sehr fraglich. Wenn auch die Kontaktverbote gelockert werden, ist die Frage, ob es nötig ist Tausende von Menschen auf ein Festival zu „locken“.
Die Frage ist auch, wer geht freiwillig hin?

Heiner Rennebaum Doppelquartett am 11. März 2020 im Archiv


Jan Klare – asax | Heiner Rennebaum – egit, comp | Alex Morsey – b | Max Hilpert – dr | Markus Wienstroer – viol | Julia Brüssel – viol | Beate Wolff – cello | Veit Steinmann – cello

Datum:  11.03.2020 – Einlass:  19.30 Uhr  – Beginn:  20.00 Uhr  – Eintritt:  15,00 Euro
Ein Jazz-Quartett trifft auf ein Streichquartett, Improvisation auf Komposition. Arrangements fernab klassisch-romantischer Klischees, mal minimalistisch, mal melodiös, mal einfach Klangflächen, bilden den Rahmen. Darin, um im Bild zu bleiben, entstehen farbige Linien auf tiefblauem Grund. Das ist manchmal komplex, aber nie sperrig; eher im besten Sinne eigen.

WELLBAD zu Besuch im Archiv am 27.2.2020

Daniel Welbat zu Besuch im Archiv am 27.2.2020.
Daniel erzählte uns seine musikalische Geschichte. Seine Anfänge in Hamburg, über die Szene in Hamburg, und warum er lieber in Hamburg bleibt als nach Berlin zu gehen.
Dafür eröffnet sich für ihn jedoch die gesamte Welt. Konzerte in Kanada fanden im letzten Jahr statt. Geplant sind weitere Konzerte in allen Ländern dieser Erde.

 

Studio-Recording-Session am 19.02.2020 im Archiv

Studio-Konzert im Rahmen einer Recording-Session
Datum:  19.02.2020  –   Einlass: 19.30 Uhr  –   Beginn:  20.00 Uhr  – Eintritt:   10,00 €

GILLE-RAMOND-KUGEL Trio
Sebastian Gille – Tenor- & Sopransaxophon
Christian Ramond – Kontrabass
Klaus Kugel – Schlagzeug

Eine unerhörte Spannung liegt im Raum, eine Kraft, die vom Spiel Sebastian Gille’s ausgeht, von der Sorgfalt, mit der er jeden einzelnen Ton zu seinem eigenen macht. Ein Ton, von einer geradezu hemmungslos emotionalen Intensität, in dem bei aller Wärme der Atem zu hören ist, Sensibilität und Verletzlichkeit und der Wille, Grenzen zu überschreiten. Irgendwo in der Mitte zwischen Albert Ayler und Lester Young, radikal und zugleich schüchtern flehend, in einer unverwechselbar eigenen Gestalt.
Die Mitspieler sind keineswegs nur Sekundanten: allein wie Drummer Klaus Kugel sein Beckenarsenal ausbreitet (wie einen komponierten Lustgarten an feiner und feinster Nuancierung) – das ist mehr als staunenswert.
Und Christian Ramond steuert gestrichene und gezupfte Subtilitäten bei, so dass es eine Freude ist.
Hinter dem gelegentlich weit getriebenen abstrakten Spiel pulst immer ein Herz. Das macht aus der Kollektivkunst dieses Trios eine spannende, trotz entfesseltem freiem Spiel, immer klug ausbalancierte Musik.
Gille – Ramond – Kugel werden vom 18.02.2020 – 19.02.2020 ihr Debut-Album aufnehmen.
Im Rahmen dieser Aufnahme werden Sie zum Abschluss ein Studio-Konzert im Tonstudio im Evinger Schloss geben. Dieses Konzert wird Teil des neuen Albums sein.
Sie sind herzlich eingeladen bei dieser Aufnahme dabei zu sein.
Das Tonstudio im Evinger Schloss, Nollendorfplatz 2 befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes.

 

Florian Lohoff am 14.02.2020 zu Gast im Archiv


Am 14. Februar 2020 besuchte uns der Musiker Florian Lohoff und erzählte uns seine musikalische Geschichte im Rahmen eines Gesprächskonzertes. Florian ist aktuell mit seiner neuen Band auf Tour. Er hat ein neues Album veröffentlicht auf dem er Funk und Blues und Rock vereinigt.
Wer mehr über Florian wissen möchte und auch seine Musik kennen lernen will, der sollte in unsere Sendung reinhören. Sie wird demnächst auf Radio FM 91,2 mhz ausgestrahlt.

07.02.2020 – Hemingway’s Whiskey zu Gast im Archiv


Hemingway’s Whiskey zu Gast im Archiv.
Rudi Mika, Georg Grewe und George Major waren heute zu Gast im Archiv. Wir haben uns ausgiebig über Musikgeschichte und Musikgeschichten unterhalten. Alle Musiker sind schon seit Jahrzehnten auf der Dortmunder oder Ruhrgebietsmusikszene in den verschiedensten Projekten aktiv.
Es war ein unterhaltsames und ein Gespräch voller Leidenschaft für die Musik:
Es hat uns sehr gefallen. Hören Sie unbedingt mal rein.
Wir werden dies Gespräch zeitnah in unserer Sendung „Collector’s Item“ auf FM 91,2 mhz senden.