Cleaning Each Other (CEO)

Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15,00 Euro

Rieko Okuda – Klavier
Chris Hill – Schlagzeug
Jonathan Nagel – kontrabass

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Ein Kaleidoskop verwandelt alles Licht aus der Umgebung in Myriaden bunter Muster und Strukturen. Man sieht ‘durch’ das Rohr, doch was man sieht ist das Bild der Umgebung, gebrochen in unzählige abstrakte Texturen. Mit kleinen Bewegungen verschmelzen die Formen der Muster, die man sieht, ganz allmählich ineinander und bilden neue Figuren. Es wird deutlich, dass das, was man hier beobachtet, keinen Anfang und kein Ende hat, sondern nur verschiedene Zustände eines Verwandlungsprozesses darstellt.

Was ein Kaleidoskop mit Licht macht, das macht Cleaning Each Other mit Klängen. Freie Improvisation, Impressionismus, Jazz und elektronische Musik werden in ihre Bestandteile zerlegt und in endlosen neuen Kombinationen wieder zusammengesetzt, wobei in jedem Moment neue Facetten in der Musik zum Vorschein treten. Ziel ist, eine Balance zu finden zwischen Minimalismus und Maximalismus, wobei eine große Bandbreite zeitgenössischer Musikstile als Inspiration dient. Jede Idee wird während der Performance genau erforscht, indem sie auf minimalistische Weise wieder und wieder wiederholt wird, bis sie sich allmählich in eine andere klangliche Figur verformt.

Pianistin und Komponistin Rieko Okuda begann mit 3 Jahren in ihrer Heimat Japan ihre Ausbildung in klassischer Musik. Später zog sie in die USA für ein Studium der Jazz-Musik. Sie hat sich sofort zurecht gefunden in der amerikanischen Jazz-Szene und hat mit einigen der bedeutendsten amerikanischen Jazz-Musiker gespielt (Bob Mintzer, Jon Faddis, John Fedchock etc.). Während ihrer Zeit in Philadelphia wurde auch ihr Interesse an Free-Jazz und freier Improvisation geweckt. Sie hatte Konzerte mit einigen legendären improvisierenden Musikern, unter anderen Marshall Allen (aus dem Sun Ra Arkestra), Elliott Levine (der mit Cecil Tailor aufgenommen hat) und Calvin Weston (der auf Aufnahmen mit Ornette Coleman zu hören ist).

Chris Hill ist Schlagzeuger, Komponist und Sound-Artist aus der Berliner Szene. Er arbeitet in den unterschiedlichsten musikalischen Umfeldern, von (zeitgenössischer) klassischer über Jazz- und Pop- bis zu elektronischer Musik. Als Sound-Designer ist er am Zahn der Zeit, im April 2016 hat er das audio-visuelle Album “Image Vision” unter seinem Alter-Ego “Holymachines” veröffentlicht. Ferner ist er Mitbegründer und Kurator des Berliner Künstlerkollektivs “Average Negative” und ist gefragter Komponist für Film- und Fernsehproduktionen.

Jonathan Nagel ist ein aktiver Kontrabassist und Komponist in den Bereichen des experimentellen zeitgenössischen Jazz und improvisierter Musik. Er leitet eigene Bands und ist zugleich gefragter Sideman in Deutschland und Holland. Jonathan Studierte Jazz-Musik in Groningen (NL), Philadelphia (USA) und Amsterdam (NL), und er spielte Konzerte mit international bekannten Jazzmusikern wie zum Beispiel Michael Moore, David Berkman, Gene Jackson, Don Braden und vielen anderen. Jonathan lebt und arbeitet zur Zeit in Amsterdam und Berlin.