Hiby / Keune / van der Weide / Blume Quartett

Datum:          15. Januar 2017
Einlass:         18.30 Uhr
Beginn:         19.30 Uhr
Eintritt:          15,00 Euro

Reihe:            Creative Jazz / Improvisierte Musik / Musikszene Ruhrgebiet

Hiby / Keune / van der Weide / Blume Quartett (D, NL)

Hans Peter Hiby – tenor-, altsax
Stefan Keune – tenor-, alt-, sopraninosax
Raoul van der Weide – bass
Martin Blume – drums

Hans Peter Hiby

Geboren 1962 in Gevelsberg / Nordrhein-Westfalen, lebt seit 1967 in Wuppertal. Arbeitet, als Musiker und Komponist, seit 1985 im internationalen Kontext der zeitgenössischen Avantgarde von Jazz und Improvisierter Musik u.a. mit Musikern wie:

Paul Hession, Louis Moholo, Willi Kellers, Martin Blume, Peter Kowald, Alan Silva, Sirone, Roberto Bellatalla,  Dieter Manderscheid, Marcio Mattos, Paul Rodgers, Johannes Bauer, Paul Rutherford, Alan Tomlinson, Werner Lüdi, Alan Wilkinson.

Die WAZ schrieb über ihn: Der Wuppertaler Hans Peter Hiby befreite sich für meine Ohren endgültig aus dem immer wieder herbeizitierten Schlagschatten von Brötzmann. Mit einer Art ekstatischem Serialismus reflektierte Hiby zwar sowohl Brötzmann und Ayler, aber auch so kontrollierte und perfektionierte Spielhaltungen wie die von Evan Parker und/oder John Butcher.

Stefan Keune

seit rund 25 Jahren auf internationalen Bühnen aktiv, ist einer der kompromisslosesten Saxophonisten unserer Zeit:Squeaking, peeping and grunting, Keune’s unbridled emotionalism rife with irregular vibrations takes in split tones, triple tonguing and reed bites.“ (Ken Waxman, Jazzword)

Er spielte zunächst mit lokalen Formationen und schon Ende der achtziger Jahre eine Zeitlang im Trio mit Martin Blume. 1991 folgte die erste Formation unter eigenem Namen, das Stefan Keune Trio mit dem Bassisten Hans Schneider und dem Schlagzeuger Paul Lytton; es folgte das bis heute bestehende Duo mit dem englischen Gitarristen John Russell. Daneben arbeitet er vor allem im Trio mit Dominic Lash und Steve Noble sowie im Duo mit Paul Lovens. Weitere Zusammenarbeit mit Onno Govaert, John Dikeman, Klaus Kugel, Phil Wachsmann, Roger Turner, Phil Durrant, John Butcher, Mats Gustafsson, Raymond Strid, Radu Malfatti und Peter Kowald.

Raoul van der Weide

spielte sechs Jahre lang Violine im Noord-Hollands Jeugdorkest. Er studierte (klassischen) Kontrabass bei John Clayton und Norma Brooks und Kontrapunkt bei Guus Janssen.

Er arbeitete mit Bert Koppelaars PUNT-UIT Orkest und verschiedenen Formationen von Guus Janssen zusammen und war Mitglied von Paul Termos‘ Trio, Burton Greenes Quartett, des Spazio Trio (mit Conny Bauer und Günter Sommer), des Luc Houtkamp Quartet und des Ab Baars Sextet. Er wirkte an mehreren Projekten von Peter Zegveld mit und spielte mit den 1995 mit dem Winnaars Dordtse Jazzprijs ausgezeichneten Gravitones, mit Joost Buis & The Famous Astronotes und dem New Crosscurrents Sextet.

Raoul van der Weides Spielweise kann am besten als offen, informell, strukturiert und experimentell beschrieben werden. Gleichzeitig bedient er sich einer breiten Palette an individuellen, unorthodoxen Spieltechniken, die den kreativen Kommunikationsprozess befördern.

Martin Blume

„gehört zu den führenden Vertretern der europäischen Improvisationsmusik, wobei ihn seine ausgeprägte quasi-kompositorische Sensibilität auszeichnet, die auf eine enge Verbindung zur Neuen Musik verweist.“ Signal to Noise
Er hat seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik in den unterschiedlichsten Formationen u.a. mit Musikern wie Peter Brötzmann, Peter Kowald, Johannes Bauer, Phil Minton, Lol Coxhill, Georg Gräwe, Jim Denley, Luc Houtkamp, Phil Wachsmann, John Butcher, Thomas Lehn, Xu Feng Xia, Ken Vandermark und Kent Kessler zusammenspielt.

Er leitet seit 1988 hauptsächlich eigene Projekte, die ihn auf zahlreichen Konzerttourneen zu den weltweit wichtigsten Aufführungsorten und Festivals dieser Musik nach Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, England, Dänemark, Schweiz, Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Italien, Portugal, USA, Kanada und Australien führten.

Daneben gab es verschiedene nationale und internationale Rundfunk- und Hörspielproduktionen. Neben seiner Tätigkeit als Musiker, ist er seit 1988 immer wieder als Organisator von Konzertreihen und Festivals avantgardistischer Musik im Ruhrgebiet, wie etwa dem „Ruhr Jazz Festival“ oder „Open Systems“ engagiert.

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