RoZy’s Reviews

2014 | 2013 | 2012

Rock Candy Funk Party – groove is king –
Oh boy, diesmal nix mit Rock, Blues oder Prog Musik. Welcome to the Rock Candy Funk Party und der Name ist
Programm. Das weltbekannte Plattenlabel Rock Candy Records hat einige der namhaftesten Musiker der Funk Musik (u.a. die Brecker Bros., Tal Bergman,Ron de Jesus,Fred Kron, Renato Neto etc) zu einer Funk Party eingeladen.
Nebebei schauten so illustre Gäste wie Joe Bonamassa oder auch Billy Gibbons vorbei und lieferten mal mehr oder weniger heftige Gitarren licks in dieses super toll produzierte und aufgenommene Stück Musikgeschichte.
Yeah Baby, funk zwischen Fusion,Jazz und Rock , da zuckt das Bein, da grooven die Köpfe, da swingen Stellen am Körper, die man kaum noch zu kennen scheint.
15 grösstenteils instrumental Nummern, hervorragnd vorgetragen von Leuten die ihr Handwerk mehr als verstehen. Verstärkt durch Bläser, Percussion und dem unweigerlichen Funk Rhythmus wird hier mal gleich Programm gemacht. Tanzbare Mucke von der ersten bis zur letzten Rille, das ganze noch aufgewertet durch eine DvD, ein wunderschönes Cover mit fast allen notwendigen Infos, Man, was will man mehr.
Diggin in the Dirt, ja im Orginal von Pete Gabriel, wird zu einer tanzbaren und groovenden Funk Nummer, Hin und wieder lässt Mr. Billy Gibbons (der von ZZ TOP) seine unglaublich klingende Stimme ertönen und gibt diesem Musik Genuss den Rest. Nicht nur für Fans von knallharten Bässen und funky Rhythmen ein Muss.
Selbst für mich der eher die Blues und Rock Richtung bevorzugt ein Knaller Album.
9 von 10 P


Vanilla Fudge – spirit of 67 –
Ja, es gibt sie noch oder besser wieder. Vanilla Fudge, eines der Urgesteine gepflegter Rock Musik haben nach 40 Jahren eine neue Platte auf den Markt gebracht.
Und der Titel „spirit of 67 – ist Programm. Insgesamt 11 Stück aus dieser Zeit werden von den Prog Rockern in der ihnen eigenen Weise gecovert.
Schwerste Orgellastige Rocker unterstützt von Drums, Gitarre und Bass lassenStücke wie „I heard it thru the grapevine, the letter, I can see for miles,I’m a believer,ruby tuesday etc. in einem voll kommen neuen Gewand daher kommen.
Mark Stein (keyboards und vocs) Vinnie Martel (Git und Backgr.Vocals) Carmine Appice(drums) und der neue Bassman Pete Bremy erfinden die Stücke zwar nicht neu aber sie geben ihnen auch einen frischen Anstrich und Kick. „Break on thru to the other side(Doors) the Letter (bekannt durch Joe Cocker) und etliche andere Hits aus den 60 igern
wird kräftig neues Leben einghaucht und auf Klassik/Prog Rock getrimmt.
„ I’m a believer, gimme some lovin, for what’s its worth, whiter shade of pale oder auch ruby tuesday“ wurden nicht verschont.
Schöne teils auch mehrstimmige Gesangspassagen, untermalt, von den schweren Hammond Orgel Klängen, getragen von einer Rhytmusgruppe par exellence und mit einem Vince Martel an der Gitarre in Hochform lassen die Stücke so gar nicht nach den >> a l t e n << Gassenhauern der 60 iger Hitparade klingen, sondern frischen sie erfreulich auf.
8 P von 10


P O A (Planet of the Abt’s) – all things the valley –
Da ihr Hauptprojekt als Band – Gov’t Mule – zur Zeit etwas auf Eis liegt, Warren Haynes ist mit anderen Dingen beschäftigt, haben sich die Herren Matt Abt, und Killer Bassmann Jorgen Carlsson mit dem unglaublichen Gitaristen T-Bone Anderson zusammen getan und während Gov’t Mule auf Eis liegt diese CD mit Namen „All Things The Valley“ veröffentlicht.
Dieses Meistertück an moderner Rock Musik des Jahres 2015 vereint Blues, Blues Rock,Psychodelisches und Rock in einem.
Egal welches Stück man nimmt, ob den Opener „down for the count“ oder das unglaubliche „friend looked rather sad“ die Musik des Jam Rock wurde auf eine neue Qualitätsebene gehoben.
Dezent eingestreute Bläser oder Keyboards immer wieder fantastische Gitarrenlicks und der unglaubliche Rhythmus von Drums und Bass fordern den Zuhörer.
Auch Warrn Hayne’s – Mastermind der Gov’t Mules und Mitglied der Allman Bros. steuert die eine oder andere Gitarrensalve bei.
Jam bzw. Blues Rock, angereichert mit psychodelischen Elementen dieser Güteklasse findet man heute selten.
Ob „Revolutions, I call you whiskers, Planet PT 3 oder auch I’m telling you“ alle Stücke sind von brachialem Rhythmusgewitter durchzogen, das auch Gov’t mule
so beherrschen. Manchmal sind gar Anklänge an Deep Purple Mk 2 vorhanden , wie in „Seahorse“.
Eine tolle Platte für Musikliebhaber des Genres.
9 von 10 P


B B King – live at the Regal –
Dieses zurecht gelobte Stück Musikgeschichte gilt als eines der größten Meilensteine der Blues Historie.
B B King hat sich und der gesamten Blueswelt 1964 bereits im REGALS Club in Chicago, ein Denkmal gesetzt, und zwar mit großer Orchester Besetzung, einem großartigen Publikum und das ganze verpackt in einem richtig guten Blues Sound.
Ob „every day I have the Blues“ „sweet little angel“ „How blue can you get“ nie wurde der Blues reifer, intensiver, gefühlvoller oder gekonnter vorgetragen. Mr. King himself brillierte mit voller Stimme und mehr als gekonnten Gitarrensoli.
Findet man noch mehr Superlativen zum Urvater des elektrischen Blues ? Wohl kaum. Die Bläser setzen dort ein wo sie müssen, das Piano überbrückt gekonnt auch ruhigere Passagen und ganz vorne steht B B King mit Gitarre und vollster Stimme.
Und nie wieder war eine rhytmische Lebendigkeit so beachtlich.
Diese Ton VÖ von 1967, zusammengeschnitten aus 2 Auftrittten des Meisters aus dem Regals Club in Chicago, dem Gegenstück zu New York’s Apollo Theater, zeigt einmal mehr, wie ausdrucksvoll, emotionell und schweisstreibend dieser Musik Richtung war und ist wenn sie so gekonnt in Szene gesetzt wird.
Nie lagen Blues(hauptsächlich) Jazz und Soul derart nah bei einander und nie wieder intensiver.
So läuft es dem Musikliebhaber dieses Musikstils eiskalt den Rücken runter, wenn man die Virtuosität von „ worry,worry“ erkennt und ist fast schon enttäuscht wenn nach 06:23 min Spielzeit, plötzlich die Nummer endet. Ansonsten und vielleicht das einzige kleine Manko dieser CD sind die Stücke mit Längen von 01:44 – 04:09 viel zu kurz.
Ansonsten ein wahrer Meilenstein der Musikgeschichte !


Bloodrock
-same- (7 von 10 P)
-USA- ( 7,5 von 10 P)
-3- (8, 5 von 10 P)
Repertoire Records hat sich erbarmt und eine der ersten amerikanischen Hard Rock/Psychodelischen Bands dieses Genres neu aufgelegt.
Während zu Beginn der 70iger Jahre Bands wie Black Sabbath,Deep Purple oder die Who in Europa dominierten, waren Ihre „Gegenspieler“ in den USA Bands wie Grand Funk Railroad,
Iron Butterfly oder eben auch Bloodrock.
Übrigens lange Zeit ziemlich schwer in Europa zu bekommen war diese Band Geheimtip unter Vinyl Sammlern dieser Zeit.
Mir zu Händen sind 3 der Bloodrock VÖ gelangt. Wer mit der Musik aus den Jahren 1970/71 etwas anfangen kann, dabei Bands wie o.a. mag, der liegt bei dieser Combo genau richtig.
Teils heavy, mehr psychdelisch und viel Rock umschreibt die Band am besten. Prog Rock aller bester Güte.
Bloodrock waren eine 5 Mann Band aus Texas,USA und hatten in Jim Rutledge einen sehr ausdruckstarken Sänger, der dazu noch Schlagzeug spielte. 2 Gitarren zeitweise grandios von Lee Pickens und Nick Taylor gespielt, der Bass von Eddy Grundy und die unüberhörbaren Keyboards von Steve Hill dominierten den frühen heavy Sound irgendwo zwischen Iron Butterfly,Argent und Vanilla Fudge.
Zu den einzelnen CD’s :
BLOODROCK -Same – aus 1970
Insgesamt 9 Stücke besagter Musik Richtung, alle zwischen 3:20 und 8:44 lang.
„gotta find a way, double cross, melvin laid an egg“, sind gute Anspieltipps für diese Art von Prog Rock Musik.
BLOODROCK – USA – aus 1971
beginnt mit „it’s a sad world“ irgendwo zwischen Vanilla Fudge und Argent. Mal rauh und hektisch, um dann plötzlich ganz ruhig dahin zu gleiten.
„don’t eat the children“ ähnlich wie sad world „promises“ ist dann etwas ruhiger mit einigen sehr überraschenden breaks und keyboard Einlagen, um dann wieder von den Gitarren „weggetragen“ zu werden.
„crazy about you baby“ rockt dann mal so richtig los und den Beginn von „hang man’s dream“ scheint man irgendwo schon mal gehört zu haben.
Überhaupt gilt diese VÖ von 1971 als die wohl beste und ausgereifteste Platte von Bloodrock.
Nicht nur wegen des sehr abgedrehten bzw. psychodelischen covers waren Bloodrock ihrer Zeit weit voraus und ist für Leute die Deep Purple aus dieser Zeit mochten (Mk 1 Besetzung) ein Muss. Auch die ganz frühen Birth Control Platten erinnern stark an Bloodrock.
BLOODROCK – 3 – von 1971 setzt nahtlos dort fort, wo oben schon beschriebene VÖ’s aufhörten.
8 Tracks zwischen 1: 20 min und 9:05 min lassen die Herzen heutiger Prog Rock Liebhaber schnell höher schlagen.
Track 1 – jessica-
tolles Rockstück a la Uriah Heep/Vanilla Fudge. Leicht psychodelisch angehaucht, treibender Rhythmus, heftige Orgel/Keyboard Einlagen, schöner ein und
mehrstimmiger Gesang und ein abruptes Ende.
Track 2 – whiskey vengeance
hört sich, auch soundmässig, eher wie eine alte Steamhammer Nummer an. Was auffällt, scheinbar hat auf dieser LP der Keyboarder/Organist Steve Hill viel mehr Arbeit zu tun bekommen. Interessant auch, dass auf dieser Bloodrock Jim Rutledge der ausgezeichnete Sänger der Band, kein Schlagzeug mehr spielt sondern nur noch den Gesang übernimmt. Dafür sitzt jetzt Rick Cobb hinter der „Schiessbude“.
„Song for a brother“ ist dann wieder etwas ruhiger und wird mit gespielten 05:15 dann endlich in etwas längere Sphären
getragen.
Über „you gotta rock“ kommen wir dann zum längsten Stück dieser LP. „Breach of Lease“ mit 09:05 min das längste Stück dieser VÖ.
Fängt ganz ruhig an, (Pink Floyd lässt grüßen) ehe es in nahezu brachialen Keyboards und Gitarrenpassagen übergeht, um dann wieder ganz ruhig dahin zu gleiten. Vielleicht sogar der Beginn des heute als Prog Rock bezeichneten Musikstils. Schleppende Rhytmik, grandiose Keyboards, toller Gesang, überhaupt vielleicht eine der besten Bloodrock Nummern,
ehe dann die Gitarren endgültig übernehmen.
„Kool – Aid – Kids, a certain kind of fool und America,America“ beenden dann Bloodrock 3 der für mich besten BLOODROCK – VÖ.


County Joe & The Fish – electric music for the mind and body
Wir schreiben das Jahr 1967 ! und diese VÖ von Country Joe McDonald & the Fish gilt als Beginn der Psychodelischen Rock und Blues Musik. Mystisch, verquer teilweise und herrlich „twängende“ Gitarren, immer nahe am Blues, Folk bzw. Rock, lassen die Platte zu einem Standardwerk dieses Genres werden.
Besonders Track No. 3 – „death sound“ erfüllt mit seinem Blues Rhythmus und den herrlich „sägenden“ Gitarren alle Voraussetzungen dieses psychodelischen Blues Rock Stile. „Porpoise mouth“ fängt folkiger an, ehe Orgel und Gitarren wieder die Psych Area aufleben lasssen. Auch die Folk- und Protestseite kommt mit dieser Platte nicht zu kurz.
„Section 43“ mit einer Spielzeit von 7 : 23 min geht dann vollends in diesen Musik Trend über und setzt mit dieser Spiellänge zur damaligen Zeit absolute Masstäbe.
Experimentale tracks allesamt mit mythischem Einschlag, und der markanten, softigen Stimme von Country Joe McDonald, ganz hervorragend produziert und auf Silberling gebracht, machen dieses Album zu einem echten Juwel und zu einer interessanten Reise in das erweiternde Unterbewusstsein des damaligen psychodelischen Folk Rock.
Ähnlich spannende Duelle zwischen Gitarre,Orgel und Keyboards finden sich auf „flyin high“ oder „grace“.
Fazit: zum Abheben,schweben, mit viel Hippie Einschlag. Was Besseres um den Zeitgeist zu erklären, gibt es kaum.
P.: 9 v 10


Alabama Shakes
„sound and color“ und „boys and girls“
Lange habe ich nach absolut ultimativen Phrasen gesucht, um diese Platten Besprechnung zu beginnen. Letztendlich sind mir keine wirklich eingefallen. Also zu „sound and color“ dem Werk von 2015. Stellt Euch vor Janis Joplin feuert Ihre Kozmic Blue Band und heuert zusammen mit den Bee Gees bei den Talking Heads und Steely Dan, Weather Report und John Mclaughlin an. Dazu steuert den Sound ein gewisser Lenny Kravitz bei, der auf seinen frühen VÖ ähnlich klang.
Überhaupt der Sound ! Die wenigen die sich über den beschweren, verstehen die Musik nicht ganz. Richtig ist, man hört die Verstärkerröhren der Amps, die Stimme und Musik sind hin und wieder gewollt übersteuert und verzerrt. Alles der Musik Richtung der Alabama Shakes geschuldet.
Kommt einer wahrheitsgetreuen Musikerehe bzw.Großfamilie nahe, aber noch nicht ganz.
Kurz : Retro Blues, Rock Soul mit ganz viel Rück- kopplungen, psycho Funk und eben einer gewaltigen Sängerin aus einem anderen Universum. Schlichtweg genial.
Und vom Höhrensagen soll die Band live schlichtweg umwerfend sein. An den Instrumenten allesamt Hochklasse mit einer Sängerin, (Brittany Howards) die zur Zeit wohl einzigartig ist, auf diesem Planeten.
Die Songs, allesamt innovativ, funky,soulig und rockig, viel Psychodelia, selbst Fusion und Jazz werden verarbeitet und erst nach mehrmaligem Hören, zu richtigen Kunstwerken der Musik Geschichte. Ich verkneife mir hier mal auf einzelne Stücke einzugehen, dazu gibt es zu viel dazu zu schreiben.
Auch eine Wertung welche der beiden Platten besser ist, verkneife ich mir. „Body and Soul“ ist experimenteller, funkiger, fusionartiger, während „boys and girls“ mainstreamiger, popiger und „hitparaden!“ verdächtiger aber keinesfalls schlechter.
Fazit: Die Musik ist elegant, perfekt und brilliant und hinterläßt beim Hörer verdrehte Augen, offene Münder und abgespreitzte Finger sowie brodelndes Blut in den musikalischen Adern. Hören,Hören, Hören mehr kann man dazu nicht sagen.
9,9 P von 10


Bo Hansson -Lord of the Rings und Magician’s Hat
Bekannt wurde der schwedische Soundtüftler durch Winfried Trenkler (was macht der heute nur) als dieser dem Radio und den Höhrern in den frühen 70 iger Jahren, zumindest jenen auf WDR 2, die Rockmusik näher brachte. Trenkler ließ Melodien von Bo Hansson als Eingangsmusik laufen und schon bald wollte jeder Höhrer wissen, welcher
Soundtüftler hier am Werk war.
Bo Hansson war der Interpret, der irgendwann mal den Jazz Organist „Brother Jack McDuff“ hörte und von da an fasziniert war, vom Sound einer Hammond Orgel. Von den
Möglichkeiten Rhythmus, Instrumente und Soli mit einem Instrumet zu spielen. So legte Mr. Hansson sein bisheriges Instrument beiseite (Gitarre) und entschied sich Keyboarder
zu werden mit dem Resultat, daß er, zusammen mit dem Drummer Jan-Rune Karlsson die Geschichte vom Lord of the Rings vertonte.
Eigentlich noch vor der Zeit (1970) als Tangerine Dream, Kraftwerk,Neu etc den Krautrock populär gemacht hatten, kam nun dieses Meisterwerk aus Elektronik, Rhythmus,Melodie
und Fusion auf die Welt und zwar lange bevor die Kinotrilogie millionenfach begeisterte.
Auch heute noch hat die Ausgabe von Lord of the Rings nichts von ihrer Faszination verloren. Episch, Ruhig, mal mehr Jazz, mal mehr treibende Kraft, immer sehr elektronisch und der Improvisation nahe, sind sowohl Lord of the Rings wie auch das Nachfolgewerk Magician’s Hat von 1973 wahre Meisterwerke
ihres Genre’s.
Bo Hansson veröffentlichte darauf noch Attic thoughts und die Filmmusik zu Water Ship down (einem Disney Klassiker) verschwand danach aber leider von der Bildfläche.
Lord of the Rings 7,5 v 10 P
Magicians Hat 7,5 v 10 P


Randy Bachman – tells a story – 2015
Randy Bachman die „Zweite“ . Nach der hier zuvor schon besprochenen 2015 herausgegebene VÖ „heavy blues“hat Randy Bachman 2014 auch eine live CD eingespielt mit dem Titel „ tells a story“.
Inspiriert von einem Konzert der Kinks in London, mit anschliessendem Treffen von Ray Davies, setzte sich Bachman mit einigen Kumpels zusammen, probte alte teils großartige Nummern und ging damit auf Tour. Das letzte Konzert dieser Reihe wurde dann in Winnipeg, Manitoba in Kanada aufgenommen und enthält insgesamt 14 Stücke des ehemaligen Guess Who und BTO Leaders. Irgendwie zwischen „unplugged“ und elektrisch wüten Randy und seine Mitstreiter sich durch die Songs beginnend mit den frühen 60 bis hin zu den 80’igern a la BTO.
Wo hat der Mann nur diesen Genius her solche Songs zu schreiben wie „prarie town, no sugar tonite, no time, american woman, rockin‘ down the highway, ja auch you ain’t see nothing yet, oder weinger bekannte Nummern wie „laughin, these eyes, undun und lookin out.
Die Musik klingt teilweise ein wenig nach den Kinks oder Oasis aber immer richtig gut.
Wenn es wirklich was zu bemängeln gibt, ist es die Tatsache dass viele Stücke sich viel zu kurz anhören (mag an meiner bescheidenen CD Pressung liegen), und gerade die, denen man ruhig mal 5 – 7 min. Spielzeit gegönnt hätte.
Wenn die dazu folgende DVD ( die ich mir auch besorgen werde) auch noch von guter Qualität ist, kann 2015 das Jahr des Randy Bachmann werden. Klasse Album.
8,5 von 10 P


Doobie Brothers – southbound – 2015
Da freut man sich nach langer Zeit mal wieder was Neues von einer seiner Lieblingsbands zu hören und …. ist erst mal enttäuscht. „southbound“ bietet so ziemlich sämtliche Doobie Hits auf Country … oder so soll es zumindest dem Verbraucher „rüber“ gebracht werden. Dabei sind die Mitwirkenden richtig gut ( Zak Brown Band, Toby Keith, Brad Paisly, Blake Shelton uvm), aber bei den 13 Stücken findet man eben zu wenig Veränderungen, wenig alternative country like Aufnahmen und erreichen dadurch auch nicht die Qualität der Originale. Das Hitpotenzial der dargebotenen Stücke reicht von „black water, listen to the music, über china grooves, bis zu „rockin‘ down the highway und natürlich jesus is just allright“ eben alles was die Doobies seit den frühen 70’igern so herausgebracht haben. Idee und Sound sind gut, aber die Umsetzung zu wenig
orignell oder gar experimentell. Und bessere „Best of …“ gibt es auch. Daher nur
6 P von 10


Randy Bachmann -heavy blues – (2015)
Auf dem neuesten Opus des ehemaligen „Bachmann Turner Overdrive“ leaders finden sich heute in der Mehrzahl riff-rockige Nummern a la 70 und 80 Jahre mit einigen wenigen Blues Einflüssen.
Aufgewertet wird dies Album jedoch durch eine beträchtliche Anzahl an bekannten und verdammt guten Mitstreitern wie etwa Peter Frampton, Joe Bonamassa,Jeff Healey, Neil Young und einigen mehr.
„The Edge, ton of bricks,bad child“ die ersten 3 Stücke von „Heavy blues“ geben dann auch gleich den Ton an, in Richtung eher Heavy denn Blues .
Qualitativ alles sehr nett und Freunde des Hard und Heavy Rock lechzen geradezu nach solchen Alben und Musikern.
Als Nachfolger von Bachmann Turner Overdrive’s großem Hit „you ain’t see nothing yet“ wäre dies der ideale Nachfolger. Mehr „Rockin‘ down the highway“ geht kaum.
„Little girl lost“ mit Neil Young hört sich fast wie einer von Mr. Youngs heavy songs aus der Crazy Horse Zeit an.
Also für alle Rocker heisst es zugreifen, für alle Blueser geht noch gerade so, für alle Liebhaber anderer Musikrichtungen Hände weg.
Trotzdem 7,5 von 10 P


Lucifer’s Friend – awakening – (2015)
Also dies ist ein Erdrutsch, ein Hochgenuss deutscher Rockmusik aus den frühen 70er Jahren und der progressiven Musikszene jener Zeit.
Lucifer’s Friend haben sich reformiert mit Jon Lawton (ex Uriah Heep) als Sänger, Peter Hesslein und Dieter Horns.
Zu Beginn Ihres zweiten Lebens wurde einige ihrer alten Stücke neu überarbeitet, aber auch 4 neue hinzugefügt.
Die Mischung Ihrer Musik aus Rock, Progressive und Jazz/Fusion haben mich schon ewig begeistert.
Ich will auch gar nicht erst zu viel auf die einzelnen Stücke eingehen – klar – „ride the sky, dirty old town toxic shadows, burning bridges“ alles dabei, zusätzlich einiger (4 neuer) Stücke auf einer extra CD. Wie cool.
Die Band war und ist grandios, die Musiker sowieso, die Stücke ebenfalls, also es stimmt einfach alles.
Hier kann man bedenkenlos zugreifen, um den Ursprung des Prog Rock zu geniessen.
Ein wirkliches „awakening“ der angenehmen Art.
9 von 10 Punkten


Das berühmte Vertigo-Swirl Label-Etikett löst heute mehr denn je den pavlov'schen Reflex bei Plattensammlern aus.

Das berühmte Vertigo-Swirl Label-Etikett löst heute mehr denn je den pavlov’schen Reflex bei Plattensammlern aus.

Time Machine – A Vertigo Retrospective (2005)
Heute bespreche ich eine Zusammenfassung der besten je bei dem Plattenlabel Vertigo erschienen Bands bzw. derer Musik. Heute als Prog Rock bezeichnet, waren Bands/Interpreten wie Colosseum, Black Sabbath, Nucleus, Rod Stewart, Gentle Giant, Patto, Beggars Opera, Uriah Heep, Magna Carta etc die Aushängeschilder von Vertigo. Dazu kamen einige unbekanntere, dafür heute gesuchte Raritäten a la Warhorse, Jade Warrior, May Blitz, Aphrodites Child, Vangelis etc.
Zunächst mal wir reden hier und heute von 3 pickepacke vollen CD’s mit o.a. Bands
und deren Songs. Eine Pappbox mit 3 Cd’s und einem ziemlich ausführlichen
Booklet der Interpreten vervollständigen diese wunderschöne Compilation aus
vergangenen Zeiten.

Cd 1 beinhaltet 14 ! Stücke von Bands/Interpreten wie :
Colosseum -the kettle (4:26), Juicy Lucy – who do you love (3:02)
Clear Blue Sky – my heaven (5:00) Manfred Mann’s Chapter III – travelling lady (5 : 48)
Black Sabbath – behind the wall of sleep (3:37) Cressida – to play your games (3:17)
Gracious – introduction (5 : 51) Affinity – 3 sisters (4 : 57) Bob Downes – walking on (4 : 58)
May Blitz – i don’t know (4:45) Nucleus – torrid zone ( 8 : 33) Rod Stewart – handbags and
gladrags (3:55) Gentle Giant – nothing at all (9:08) und Ben – the influence (10.05)

Cd 2 kommt mit weiteren 14 Stücken von Vertigo Veröffentlichungen wie
Dr. Z. – evil woman’s manly child (4:47) Jade Warrior – borne on the solar wind (3:01)
Patto – the man (6 : 14) Juicy Lucy – thinking of my life (4:24) Jimmy Campbell –
half baked (4:40) May Blitz – for madman only (4 : 11) Tudor Lodge – the lady’s changing
Beggars Opera – time machine (8:06) Colosseum – bring out your dead (4 : 19)
Warhorse – mouthpiece (8 : 49) Uriah Heep – lady in black (4 : 46 hier bitte demnächst die Originalversion in voller Länge) Freedom – thru the years (4 : 25) Alex Harvey Band – midnite moses (4 :22) Magna Carta – lord of ages (10:02)

Cd 3 besteht aus 13 Titeln
Atlantis – living at the end of time (09:05), Ramases – life child (6:37) Beggars Opera-
mcarthur park – (8:20), Nucleus – song for the bearded lady (7:22) Gentle Giant –
pantagruel nativity (6:49) Gravy Train – ballad of a peaceful man (7:05) Ronno –
powers of darkness (3:31) Status Quo – paper plane (2:52) Ian Matthews – little
known (2:55) Vangelis – let it happen (4 : 12) Jade Warrior – mwenga sketch (8:33)
Aphrodites Child – the 4 horseman (5:54) und Black Sabbath – spiral architect (5 : 29)

Geboten wird hier so ziemlich alles. Pop a la Status Quo, Uriah Heep, Rock und Hard Rock à la Black Sabbath, Jazz Rock a la Nucleus, Gentle Giant, experimentelles mit Jazz und Rock vermischtes wie Clear Blue Sky, Vangelis oder Manfred Mann’s Chapter III (hat nichts mit frühen MM Hitparaden Sachen zu tun und auch nicht mit Earthband VÖ. Zeitweise sogar sehr schräge Sachen die man Rockbands der späten 60 iger und frühen 70iger eher nicht zu trauen würde. Jazz Rock Freunde kommen voll auf Ihre Kosten.
Sound und Produktion sind durchweg als gut bis sehr gut zu bezeichnen, man muss schließlich das Alter dieser Aufnahmen berücksichtigen. Kurzum ein echter Kracher dieser Sampler von Vertigo. Meine Favoriten sind diebeiden Beggars Opera Stücke, Black Sabbath, Patto, Colosseum, Magna Carta undauch Aphrodites Child. Ein ausgiebiges Booklet mit vielen. Infos zu Bands und Songs von Vertigo gibt es noch obendrein.
So wie das Logo aus alter Zeit eine rundum gelungene Sache.
8,5 P von 10


Marshall Tucker Band – live Carolina dream tour 1977 (2008)
Nicht nur Lynyrd Skynyrd und die Allman Bros litten unter Sterbefällen ehemaliger Bandmitglieder. Mit am meisten betroffen war die Marshall Tucker Band und so gibt es kaum Aufnahmen aus der Frühzeit in der Originalbesetzung dieser Band.
Um so erstaunlicher nun die VÖ dieser Do CD + Dvd aus dem Jahre  1977 der Tuckers, in eben dieser Originalbesetzung. Und damit sind wir auch schon beim einzigen Manko dieser Edition. Es war das Jahr 1977 und entsprechend war der Sound bzw. die Tonqualität.
Wer mehrfach Sound technisch aufbereiteten Konzertgenuss erwartet wird enttäuscht, aber wer sich mit dem dürftigen Sound zufrieden gibt, und die Performance der Band geniesst dem wird ein Highlight des Southern Rock geboten. Ihr ganz spezieller Mix aus Rock, Blues, Country und Jazz, der Einsatz von Flöte, Saxophon und Steel Guitars macht diese Band und ihr vorgetragenes Programm einzigartig. Songs wie „Fly like an eagle“ , „long hard ride“ „searching for a rainbow“ „take the highway“ oder „heard it in a love song“ (um nur einige zu nennen) sprühen vor Spielwitz und Originalität. Selten lässt sich die Band auf einen Stil wirklich festlegen. Glaubt man zu viel Country gehört zu haben, wird man im selben Song von tollen Blues oder Rock Passagen angenehm überrascht. Dann plötzlich ein Ausbruch in Jazzgefilde, ehe die Caldwell Brüder, Doug Gray und Jerry Eubanks mit Paul Riddle und Georg McCorkle wieder mit wundersschönen Gesangspassagen begeistern.
Handwerklich sind die MTB eh unter den ganz großen der Zunft einzuordnen. Dazu ein perfekt eingepasster mehrstimmiger Gesang und das Jahr 1977 wird einem direkt von den amerikanischen Südstaaten in die Ohren transportiert. Wie schon bei der Besprechnung der Gregg Allman zuvor so gilt auch hier : „ a must have“ .
Und hat man sich erst mal an den Sound etwas gewöhnt, so fällt einem nach einiger Zeit gar nicht mehr auf wie gut „live“Aufnahmen heute klingen können.


marshalltucker
MAVIS STAPLES – you are not alone – (2010)
Eine der großartigsten Sängerinnen und Stimmen der aktuellen Blues,Soul und Gospelszene hat ein neue Album auf dem Markt. Produziert von Jeff Tweedy (Wilco) singt sich Frau Staples großartig durch 13 Klasse Songs u.a. von Pops Staples, John Fogerty, Randy Newman und Little Milton.
Zunächst etwas ruhiger und besinnlich startet sie mit „don’t knock“ und kommt dann zum Titel Track der Platte „you are not alone“ – eine wunderschöne gefühlvolle Ballade. Über ausgezeichneter Produktion und Mitmusikern kommt die Staples dann bei „downward road“ langsam in Fahrt. Etwas Blues, etwas Gospel und über allem diese facettenreiche und gefühlsbetonte Stimme das einem schon mal Tränen in die Augen schießen. Beim Hören glaubt man zu fühlen ! Man höre sich nur „losing you“ von Randy Newman an. Diese Kraft einer über 70 jährigen Sängerin in Stimme, Betonung und Ausführung ist legendär und einzigartig. Dabei musikalisch sehr feinfühlig umgesetzt, ist diese
Veröffentlichung ein kleines Meisterwerk. „creep along moses“ zunächst nahe am Gospel, entwickelt sich zu einem Ohrwurm aller erster Rock Güte, um dann wieder zurück zu den Wurzeln zu finden.
Bei dieser CD macht das Zuhören einfach nur Spaß und Freude und wer sich mal John Fogerty’s „wrote a song for everyone“ richtig anhört wird sich meiner Begeisterung kaum noch entziehen können. Da sehe ich mal über das eine oder andere „Halleluja“ zu viel
in „I belong to the band“ hinweg.
8,5 von 10 Punkten


Klaus Schubert -IN ROCK- (2011)
Ein Tiroler macht auf Metal a la Rainbow, Deep Purple oder auch Black Sabbath. Früher war ich dieser Art der Musik ja sehr zugetan. Aber heute ?  Nun gut wer’s braucht. Ein ordentliches Hard Rock/Metal Album des Österreichers das vor allem durch die internationale Gästeliste besticht. Tony Martin, Doogie White, Joe Lynn Turner, Marc Storace, Neil Murray, Bernie Marsden, Don Airy und Klaus Schubert.

Hier gibt sich das „who ist who“ der Gesangsartisten dieses Genre die Ehre. Alles ganz nett und schön heavy prima Sound aber die Stücke können nicht ganz mit der Qualität der Produktion oder o.a. Bands mithalten.
Klaus Schubert, einst Gitarrist bei NO Bros, einer österreichischen Metal Kapelle der 80iger, kann für sich beanspruchen, ein wirklich großartiges Line up für sein Projekt gefunden zu haben. Die eine oder andere Nummer erweist sich auch als und vor allem nach mehrmaligen hören als ganz gut doch insgesamt ist das ganze Projekt etwas enttäuschend. Ähnliche Projekte wie etwa „Phenomenia“ haben da
durchaus mehr Substanz.

Anspieltipps : Young , Free and deadly, Don on fire, Holy Ground, und Davi
6.5 von 10 P


The Derek Trucks Band -songlines- (2006)
Viele Alben die im Dunstkreis der Allman Bros, Gov’t Mule oder Warren Haynes veröffentlicht werden, erscheinen manchmal als Massenware, vielleicht auch in Ermangelung anderer guter Rockmusik. Nicht so diese Veröffentlichung von 2006 und hier noch ohne Susan Tedeschi. Also der Sohn eines der Mitbegründer der legendären Allman Bros. Solo mit eigener Band.
Songlines betitelt und auffallend das wirklich schöne CD/Plattencover, leicht psychodelisch und indianisch angehaucht. Doch zur Musik. Die Platte bringt uns 12 Blues Rock Nummern, mit Ausflügen in den Jam Rock aber auch der Jazz Rock kommt nicht zu kurz.
“Volunteered Slavery“ hätte jeder Allman Bros. VÖ gut zu Gesicht gestanden, „I’ll find may way“ ist dichter an John McLaughlin oder Santana (zu dessen Ausflugszeiten in diese Art Musik) sprich nahe am Jazz oder Jam Rock.
Der Eindruck, dass hier ein Meister der Gitarre am Werk ist und sich in vielen unterschiedlichen Spielarten des Rock versucht, trügt nicht. Exzellent sind die Aufnahmequalität und Spielvirtuosität von Derek Trucks. Das trifft im Übrigen auch für seine Mitspieler zu.
„Crow Jane“ wird plötzlich zur Cajoun Nummer anfänglich, ehe die Band eher zum experimentellen Blues Stil wechselt.
Vollkommen experimentell wird dann „sahib teri bandi/maki madni“ bei der Sänger Mike Mattison zur Höchsform aufläuft, im übrigen wie auch bei „I wish I would“ , „Chevrolet“ oder auch „all I do“.
Gäbe es überhaupt nur einen Kritikpunkt von mir ; warum nur soviel slide ? Manchmal nervt der Sound einfach. Dabei spielt der Derek Trucks so toll !
Beim nächsten Mal bitte etwas mehr E-Gitarre.
Ansonsten eine tolle abwechselungsreiche Platte, mit interessanten Musikern toll zusammengestellten Stücken. Durchaus mehr davon.
8,5 von 10 P


Mountain – Best of (Zounds) 1973/2008
Seit 1988 verfolgen die Plattenmacher von ZOUNDS nur ein Ziel: die wichtigsten und schönsten Songs legendärer Großmeister der POP und Rockmusik so wohlklingend wie möglich für Sammler aufzubereiten. So war es nur eine Frage der Zeit, wann endlich mal eine „Best of“ von MOUNTAIN erschien, die einen passablen Klang aufwies. Doch das Warten hatte im Jahr 2000 ein Ende.
Ein durchaus netter Sampler. Leute denen MOUNTAIN noch fremd ist, sollten hier zugreifen.
Blues Rock und Rock mit psychodelischen Elementen und natürlich den wenigen, bekannten Hits dieser Band um Gitarrist Leslie West, Bassist Felix Pappalardi,, Drummer Corky Laing, sowie diversen Keyboardern  wurden frisch und neu abgemischt und haben auch heute, 2013, nichts von ihrer damaligen Faszination eingebüßt.
Crossroader,  Theme from an Imaginary Western, Mississippi Queen, Roll over Beethoven, Nantucket Sleighride, Stormy Monday oder Flowers of Evil  waren und sind auch heute noch ein gefundenes Fressen für Blues und Rock Gitarrenmusik Liebhaber.
Aber irgendwie irritiert mich auch was: Mississippi Queen nur 2:31 min Laufzeit. War die Nummer schon immer nur so kurz ????? Ich hatte sie viel länger in Erinnerung. Bei  „Crossroader und Theme from …..“ hatte ich einen anderen Gesang im Ohr. Vielleicht liegt es daran, dass diese Nummern von Felix Pappalardi gesungen wurden. Interessant auch die eigenwillige aber sehr bluesige Version des Stones Hit „Satisfaction“ oder das 19 min dauernde „Stormy Monday“
Egal die Compilation ist allemal ihr Geld wert, bietet mit insgesamt fast 76 min Laufzeit einen
sehr guten Überblick des Schaffens von MOUNTAIN in der Zeit von1969 – 1974.
Zum Ende Ihrer Karriere wurde die Band leider mehr und mehr von der Kritik
zerrissen (man unterstellte ihnen zu nahe am Cream Sound zu sein) und die Band litt dabei
unter diversen Krankheits- und Todesfällen.


Davy Knowles & Back Door Slam – coming up for you – (2010)
Manche bezeichnen Ihn als „strahlenden Stern am Blues Rock – Himmel“ Gerade mal 22 Jahre alt – legt der britische Blues Rock Gitarrist hier sein 2.Album vor. Blues Rock aus dem Bilderbuch wäre die Kurzbeschreibung von „coming up for you“ aber damit täte man Davy Knowles und seinen Back Door Slam Unrecht. Das Album verdient mehr. 11 Blues Rocker der Marke „Extraklasse“ und eine Stimme wie ein Reibeisen. Ob der Titelsong, oder Track # 2 „Riverbed“ es grooved, rockt und bluesed ehe es mit Track # 3 „Mistakes“ etwas ruhiger wird. Bei „Hear me Lord“ (George Harrison cover) wird wieder etwas mehr der Mainstream Rock in den Mittelpunkt gestellt. Dabei spielt sich Mr.Knowles in einen richtigen Gitarrenrausch und lässt Erinnerungen wach werden an Eric Clapton (zu Cream Zeiten), Walter Trout, Robert Cray oder auch Johnny Winter bzw. Jeff Healy.
Unter Mithilfe von Bob Clearmountain und Peter Frampton als Produzenten, gelang ein klanglich sehr ausgewogenes Album ohne große Ausfälle. „tear down the walls“ könnte dem einen oder anderen als zu sehr „kalifornisch“ -ähm mainstreamig gelten, aber ich stehe voll auf diese Hooklines. Gitarren die sich von unten herauf in schwindelnde Höhen steigern, darunter ein stampfender Beat und einen wunderschöne Orgel (gespielt von Benmont Tench – Keyboarder bei Tom Petty) ehe es mit „you can’t take this back“ wieder in ruhigere Blues Gefilde geht. Das Album wird nie langweilig und verfügt über eine erstaunliche Qualität was die songwriting Qualitäten eines 22 jährigen betrifft. Davy Knowles passt in die momentane Blues Szene des amerikanischen Kontinents die so hervorragende Blueser wie Mato Nanji, Ryan McGarvey oder auch Joe Bonamassa und Gov’t Mule hervorgebracht hat. „country girl, keep on searching, saving myself und der Bonus Track taste of danger“ beschließen ein durchweg gelungenes, sehr gutes Blues Rock Album.
8,5 von 10 Punkten


Calvin Russel – in spite of it all – (2005)
Calvin Russel’s Musik beinhaltet eine überaus hohe Authentizität, gepaart mit Schnörkellosigkeit und Punktgenauigkeit seiner Musik. Manch einer sieht in ihm auch den Charles Bukowski der US Rockszene.
Seine Musik hat Stoner Rockqualitäten mit Anleihen im Blues und einer Prise Country. Die lebensechten und fesselnden Geschichten seiner Songs handeln fast ausnahmslos vom Schmerz, vom Leben mit dem Rücken zur Wand, vom Knast und vom Elend und der Verzifelung in herunterkommenden Stadtgebieten sowie von den nicht zu schönen Seiten des Lebens im Allgemeinen von jemanden der genau dieses Leben gelbt haben muss.
Boogie Rock in der Nähe von ZZ TOP oder den Rolling Stones, gepaart mit einer außergewöhnlichen Reibeisenstimme ziehen ein sofort in den Bann.
Seine ganze Platte handelt von wenig erheiternden Themen des Lebens am Rande der Gesellschaft, immer auf der Suche nach Würde , Respekt und Akzeptanz.
Trotz der nicht wirklich erheiternden Themen seiner Songs lässt die Platte einen nach wenigen Takten nicht mehr los. Der Mann mit dem abgewetzten (Cowboy)hut und dem ledrigen Faltengesicht bevorzugt es richtig derbe und dreckig.
Songs wie „Oval Office“, My money’s on you, All I need, Live til I die, Just like LA, oder too much rooms“ fesseln ein, machen auch nachdenklich, aber man sieht auch die Prärie mit all ihrer Schönheit und endlose Überlandzüge die durch die schroffe Schönheit des Wilden Westens fahren.
Leider verstarb Calvin Russel am 03.April 2011 in Texas an einer Lebererkrankung.
7,5 von 10 Punkten


Eric Burdon -soul of a man – (2006/2011)
Zunächst mal vielen Dank an die Plattenfirma SPV dieses von 2006 herausgegebene Album von Eric Burdon auch als Vinyl zu veröffentlichen.
Blues Feeling pur mit all seinen verschiedenen Spielarten bietet hier Eric Burdon mit einer Stimme die ihresgleichen sucht. Abwechslungsreiche Blues Musik mit der Nähe zum Groove und Funk, das ganze eingespielt mit tollen Musikern und produziert von einem wahren Könner des Genres. Tolle Orgel,Piano oder Gitarrenpassagen, unterstützt von einer genialen Rhytmussektion lassen keine Minute Langeweile aufkommen. Man höre sich nur „slow train moving“ oder „soul of a man“ an, (übrigens die Geschichte der Überführung des Leichnams von R.Kennedy von der Westküste zur Ostküste) Trauriger und gleichzeitig stimmungsvoller kann Blues kaum noch klingen. Aber auch „como se llama mama“ oder „44 blues“ machen dieses Album zu einem der besten Blues Alben des Jahres 2006.
8,5 von 10 Punkten

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